Westfalenhalle

Alte Westfalenhalle. Foto: Stadtarchiv Dortmund
Alte Westfalenhalle. Foto: Stadtarchiv Dortmund

Die Westfalenhalle ist Teil eines Erholungsgebietes und Veranstaltungszentrums, das in den zwanziger Jahren auf Anregung des damaligen Stadtbaurates Strobel angelegt und später erweitert wurde. Bei der Einweihung der ersten Westfalenhalle im November 1925 sagte Oberbürgermeister Eichhoff: "Dies Haus soll im Land der schwersten Arbeit dem geisterfrischenden Sport ein würdiges Heim bieten." Weil der Wagen mit den Biergläsern in einen Straßengraben gerutscht war, hatte sich die Einweihungsfeier verzögert.

Die Halle, die für 15.000 Besucher/innen geplant war, umfasste neben mehreren Festsälen eine Reitbahn und Stallungen für 400 Pferde. Sie war Schauplatz von Messen und Bühnenfestspielen, Sechs-Tage-Rennen, Leichtathletikwettkämpfen, Reit- und Eissportturnieren. Am 19.6.1927 ging die Westfalenhalle in die Geschichte des Boxsports ein, als Max Schmeling den Belgier Delarge besiegte und Europameister wurde. Vor 23.000 Zuhörern sprach später der KPD-Vorsitzende Ernst Thälmann. Weitere 15.000 fanden keinen Einlaß mehr. NS-Propagandaredner Goebbels zog demgegenüber nur 5.000 Besucher/innen an. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Halle als Kriegsgefangenenlager missbraucht. 1944 fiel sie einem Bombenangriff zum Opfer.

Schon im Juli 1945 beschloss der Rat der Stadt, die Westfalenhalle neu zu errichten, und am 2.2.1952 eröffnete Bundespräsident Theodor Heuss die neue Halle, die der Architekt Walter Höltje schuf. Sie besteht aus einer Betonkonstruktion, welche die Zuschauerränge bildet und von einer Glaswand umgeben wird. Die Hallenkuppel, die größte in Europa, ruht auf Stahlkragbindern, deren Zuganker von außen sichtbar sind. Dank der freitragenden Dachkonstruktion konnte auf störende Stützpfeiler im Innenraum verzichtet werden. Der 100 m lange, 80 m breite und 32 m hohe Innenraum bietet Platz für 14.000 Besucher. Heute als Westfalenhalle 1 oder Große Westfalenhalle bezeichnet, bildet sie das Kernstück und Wahrzeichen eines Veranstaltungs-, Messe- und Kongresszentrums aus acht Hallen. 

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Kontakt & Infos

Westfalenhallen
Rheinlanddamm 200
44139 Dortmund-Südstadt

ÖPNV

U-Stadtbahn U45 oder U46 bis "Westfalenhallen"