Siedlung "Am Kanal"

Siedlung "Am Kanal". Foto: RIK/ Guntram Walter
Siedlung "Am Kanal". Foto: RIK/ Guntram Walter

Die 1921/22 gebaute "Zentralsiedlung" in Lünen war eines der ersten Projekte der gemeinnützigen "Bergmannssiedlung Dortmund GmbH". Diese Form der Siedlungsgesellschaften war entstanden, um die Verbindung von Arbeits- und Mietvertrag zu lösen und so die Abhängigkeit der Arbeiterfamilien von den Bergwerksgesellschaften zu verringern. Die am Datteln-Hamm-Kanal in Lünen geplante Siedlung orientierte sich am Leitbild der Gartenstadt und war eines der größten Bebauungsprojekte im Ruhrgebiet: Eine Stadt in der Stadt mit allen notwendigen Infrastruktureinrichtungen sollte an beiden Seiten des Kanals entstehen. Realisiert werden konnte jedoch nur die Bebauung auf der Nordseite des Kanals. Haupteingang der Siedlung ist eine markante Toreinfahrt, an deren Obergeschoß ein Relief die Schwerarbeit der Bergleute unter Tage darstellt.

Der weitgehende Erhalt der Siedlung in ihrer ursprünglichen Form ist ihren BewohnerInnen zu verdanken. Diese konnten 1975 eine geplante höhere Bebauung durch ein gemeinsames Engagement abwenden. Nicht verhindern konnten sich jedoch die Privatisierung ihrer Häuser. Dennoch bilden sie auch als EigentümerInnen weiterhin eine Solidargemeinschaft und bemühen, sich den baulichen Charakter der Siedlung weitestgehend zu erhalten. 

zurück 34/81 vor

Kontakt & Infos

Siedlung "Am Kanal"
Kösterstr./ Huestr./ Liebknechtstr./ Schröderstr.
44532 Lünen

ÖPNV

Von Lünen ZOB-Hbf mit Bus C4, C5 oder R11 bis "Lützowstraße" 

Tipp

Aurubis - ehem. Norddeutsche Affinerie - Hüttenwerke Kayser (Kupferstraße 23): 1916 als Zweigwerk der Berliner C. W. Kayser & Co. AG gegründet,
wird in dem Werk aus Sekundärrohstoffen Kupfer zurückgewonnen.