Siedlung Beisenkamp

Siedlung Beisenkamp. Foto: RIK/ R. Budde
Siedlung Beisenkamp. Foto: RIK/ R. Budde

Die Siedlung Beisenkamp mit annähernd 1.000 Wohneinheiten entstand zwischen 1907 und 1912 nach Plänen des Kruppschen Chefarchitekten Robert Schmohl, dessen frühere Wohnsiedlungen in Essen, Bochum und Rheinhausen mit ihrem dörflichen Charakter süddeutscher Prägung schon Schule gemacht hatten. Gedacht war die Kolonie für die Belegschaftsangehörigen der nördlich angrenzenden Krupp-Zeche Emscher Lippe, die bis 1972 in Betrieb war.

Die Bauweise der Siedlung mit platzartigen Straßenerweiterungen in symmetrischer Gestaltung war stark an an der englischen Gartenstadtplanung orientiert. Die Gesamtplanung mit organisch gekrümmten und in Schleifenform angelegten Straßenabfolgen zeigt ebenso wie die Ausbildung, Strukturierung und Ornamentierung der Einzelhäuser die gartenstädtischen Gestaltprinzipien: wechselvolle Raumfolgen mit Reihen- und Einzelhäusern, Spiel mit den Giebelkanten und Firstrichtungen, den Vorgärten und den Ausbaudetails. Zur verkehrsreichen Castroper Straße schirmt ein Riegel von Beamten-Häusern die Siedlung ab.

Die Siedlung hat aufgrund der inzwischen abgeschlossenen Privatisierung, bei der zahlreiche Häuser individualistisch renoviert wurden, ihren geschlossen-harmonischen Charakter verloren. 

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Kontakt & Infos

Siedlung Beisenkamp
Castroper Str./ Beisenkampstr.
45711 Datteln

ÖPNV

Von Castrop-Rauxel Hbf mit Bus SB22 bis "Vestische Kinderklinik"