Zeche Monopol, Schacht Grimberg 1/2

Bergwerk Monopol, Schacht Grimberg 1/2. Foto: RIK/ Guntram Walter
Bergwerk Monopol, Schacht Grimberg 1/2. Foto: RIK/ Guntram Walter

Das Kind muss einen Namen haben... Als die Gewerken Heinrich Grimberg und Friedrich Grillo vor dem Oberbergamt den Kauf von Kohlefeldern in Kamen und Bergkamen eintragen lassen wollten, fehlte ihnen noch ein Name für den neuen Besitz. Kurzentschlossen griffen sie auf den Namen des Champagners zurück, mit dem sie am Abend zuvor den erfolgreichen Geschäftsabschluss gefeiert hatten: Heidsieck Monopole. So wird es jedenfalls erzählt.

Seit über einem Jahrhundert prägt der Bergbau Leben und Arbeit in Bergkamen. Den Anfang machte die Zeche Monopol mit der Doppelschachtanlage Grimberg 1/2, die zwischen 1890 und 1894 entstand. Zuvor schon hatten die Gewerken in Kamen die Grillo-Schächte abgeteuft, die zusammen mit den Grimberg-Schächten das Bergwerk Monopol bildeten. In Bergkamen-Weddinghofen nahm 1936 eine weitere Schachtanlage, Grimberg 3/4, die Förderung auf. Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre wurde Monopol gründlich modernisiert, um für einen rentablen Kohleabbau der Zukunft gerüstet zu sein. Unter Tage konnte man modernste Abbautechnik einsetzen, da die Kohlenflöze fast horizontal liegen. Im Rahmen der Neugestaltung entstand auch das 73 m hohe Fördergerüst über Schacht Grimberg 2, das heute zu den markantesten des Ruhrgebiets gehört. Ebenso imposant wirkt die große, gelbbraune Aufbereitungshalle, die aus Umweltschutzgründen gebaut wurde. Architektur und Farbgestaltung der neuen Tagesanlagen wurden auf das benachbarte Zentrum von Bergkamen abgestimmt.

Nach dem Verbund mit Haus Aden und später mit Heinrich Robert in Hamm wurde die Förderung an diesem Standort aufgeben. Die hochmodernen Übertageanlagen, kaum fertig gestellt und in Betrieb, sind bereits Denkmal und Zeichen für die einschneidenden Umbrüche im Energiesektor.  

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Kontakt & Infos

RAG Deutsche Steinkohle
Bergwerk Ost, Schacht Grimberg 1/2
Ernst-Schering-Str./ Rathenaustr.
59192 Bergkamen

ÖPNV

Vom Bf Kamen mit Bus S80, R12, R81, von Lünen ZOB-Hbf mit Bus S20, R12, vom Bf Hamm mit Bus S20, von Dortmund Hbf mit Bus S30 (Doppeldecker) bis "Bergkamen Busbahnhof", dann ca. 10 Minuten Fußweg 

Tipps

Beim schwersten Grubenunglück des deutschen Steinkohlenbergbaus am 20. Februar 1946 kamen 404 Bergleute ums Leben. Das Denkmal für das Grubenunglück befindet sich auf dem Friedhof "Am Südhang", Bergkamen.

Stadtmuseum Bergkamen
Jahnstraße 31/ Museumsplatz
59192 Bergkamen-Oberaden
Fon 0 23 06 | 86 76,
Öffnungszeiten: Di, Mi, Do 10 - 12
und 14 - 17 Uhr, Fr, Sa 14 - 17 Uhr,
So 11 - 18 Uhr
Das Museum bietet Dauerausstellungen zu folgenden Themen: Römerlager Oberaden, kleinbäuerliches Wohnen, bergmännisches Wohnen und Arbeiten, Wohnen in den 1950er Jahren, Industrie- und Siedlungsgeschichte, Stadtgeschichte, Geschichte der Vereine.