Themenroute 8 - Erzbahn-Emscherbruch

Vom Rande der Bochumer City im Süden bis zum Hertener Emscherbruch mit der Zeche Ewald und dem Landschaftspark Hoheward im Norden erstreckt sich eine vielfältige industrielle Kulturlandschaft im mittleren Ruhrgebiet. Der Regionale Grünzug D, mittlerer der sieben Grünzüge, die den Kern des Ruhrgebiets in Nord-Süd-Richtung gliedern, ist das Rückgrad dieser Themenroute. Hier wird die von Süd nach Nord verlaufende Industriegeschichte der Metropole Ruhr erkennbar. Quer durch diese spannende Kulturlandschaft verläuft die „Erzbahn“ eine ehemalige Werksbahntrasse, die in mehreren Teilabschnitten zwischen 1912 und 1929 gebaut wurde.

Pfeilerbrücke. Foto: RIK/Reinhold Budde
Pfeilerbrücke. Foto: RIK / R. Budde

Imponierende Brücken und Haldenlandschaften

Seit Ende der 1980er-Jahre hat der Regionalverband Ruhr die ehemalige Erzbahn in einen ganz besonderen Erlebnisweg für Radfahrer und Wanderer umgebaut. Die Erzbahntrasse beginnt im Westpark Bochum, direkt hinter der Jahrhunderthalle und endet rund zehn Kilometer später am Rhein-Herne-Kanal in Gelsenkirchen.  

Die Jahrhunderthalle Bochum, heute der Haupt-Spielort der Ruhrtriennale, bildet den Ausgangspunkt der Themenroute. Der Einstieg in den Erlebnisweg beginnt direkt hier an der  „Erzbahnschwinge“, die als kühne Brücken-Seil-Konstruktion in weit ausladender S-Form sowohl Eisenbahnlinie als auch Straße überspannt. Auf 15 teils original erhaltenen, teils durch Neukonstruktionen ersetzten Brücken geht es in luftiger Höhe bis zum Rhein-Herne-Kanal. Dabei reihen sich die Zeugnisse des Industriezeitalters auf – neben Zechen und Stahlwerken auch viele Arbeitersiedlungen. Ihren Abschluss findet die Route in der imponierenden Haldenlandschaft des Landschaftsparks Hoheward mit der ehemaligen Zeche Ewald. Hier verbindet sich ein sehenswertes historisches Bauensemble aus unterschiedlichen Generationen mit dem ambitionierten Projekt eines Technologie- und Gewerbeparks neuer Qualität

Ihrem Charakter entsprechend ist die Themenroute besonders für Radfahrer und Wanderer geeignet. Die einzelnen Besichtigungspunkte lassen sich aber auch mit PKW, Bus oder Bahn erreichen.

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Einleitungstext
Erzbahn-Emscherbruch

Der Autor

Michael Clarke (Standorttexte): Historiker und Publizist, freier wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Regionalverband Ruhr und am Ruhr Museum in Essen. Gästeführer an verschiedenen Standorten der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.

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