Erzbahnschwinge

Die 130 Meter lange, in S-Form gekrümmte Hängebrücke besticht durch ihre Konstruktion und ermöglicht Radfahrern und Fußgängern ein spektakuläres Überquerungserlebnis am Anfang der Erzbahntrasse an der Gahlenschen Straße in Bochum.

Die Erzbahnschwinge. Foto: RVR/Walter
Die Erzbahnschwinge. Foto: RVR/Walter

Entwurf von Jörg Schlaich

Die doppelt gekrümmte Hängebrücke über die Gahlensche Straße, seit Mai 2004 trägt sie offiziell den Namen „Erzbahnschwinge“, markiert den Anfang der Erzbahntrasse am nordwestlichen Plateau des Westparks. Bauherr dieser 2003 fertiggestellten herausragenden Brückenkonstruktion war der damalige Kommunalverband Ruhrgebiet (heute: Regionalverband Ruhr). Der Entwurf stammt vom bekannten Stuttgarter Brücken-Architekten Professor Jörg Schlaich.

Die 130 Meter lange Brücke, angelegt für Radfahrer und Fußgänger, überquert die an dieser Stelle unübersichtliche Situation aus Straße, Gleisanlagen und Rohrbrücke. Die S-förmig gestaltete Brücke besteht aus einer mit Seilen verspannten Stahlkonstruktion. Der gekrümmten Form des Überbaus folgend wurden zwei zum jeweiligen Kreismittelpunkt geneigte, 32 Meter hohe Maste angeordnet, die jeweils eine Brückenhälfte tragen. Auf Abspannseile konnte verzichtet werden, da die beiden Maste so angeordnet sind, dass die Tragseile tangential anschließen, sie also im Schwerpunkt der jeweiligen Brückenhälfte stehen. Zur zusätzlichen Stabilisierung wurden die Fußpunkte unterhalb der Brücke angelegt. Die Verankerung der Tragseile erfolgte an den Widerlagern, die im Bereich der alten Widerlager der früheren Brücke über die Gahlensche Straße aufgebaut wurden. Passend zur Brücke wurde ein robustes und transparentes Seilnetzgeländer entwickelt, das das Erscheinungsbild der Brückenkonstruktion nicht beeinträchtigt und gleichzeitig den Fußgängern und Radfahrern Sicherheit bietet.

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Kontakt & Infos

Erzbahnschwinge
Gahlensche Straße
44793 Bochum-Stahlhausen

ÖPNV

Vom Hbf Bochum (U-Stadtbahn-Ebene) mit Straßenbahn 302 bis „Westpark", dann ca. fünf Minuten Fußweg über Treppenanlage zum „Nordpol“ (Westliches Plateau des Westparks)

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