Grimberger Sichel

Eine einzigartige, 2010 international ausgezeichnete halbkreisförmige Brückenkonstruktion verhilft zu einem spektakulärem Rad- oder Fuß-Erlebnis am Rhein-Herne-Kanal: die Grimberger Sichel.

Die Grimberger Sichel. Foto: RIK/Thomas Berns
Die Grimberger Sichel. Foto: RIK/Thomas Berns

Bürger wählten den Namen der Brücke

An der Jahrhunderthalle in Bochum aufs Rad steigen, auf der Erzbahntrasse bis zur „Zoom Erlebniswelt“ in Gelsenkirchen fahren und anschließend die Tour durch den Emscherbruch bis zur Halde Hoheward im Kreis Recklinghausen fortsetzen: Die neue Fuß- und Radfahrerbrücke über den Rhein-Herne-Kanal am Hafen Grimberg macht das möglich. Sie verbindet die Erholungsgebiete nördlich und südlich des Kanals auf direktem Weg ohne lange Umwege.

Die asymmetrische Stahlkonstruktion, deren Namen Grimberger Sichel bei einem Bürgerwettbewerb ausgewählt wurde, überquert am Westrand des Hafens den Kanal in einem halbkreisförmigen Bogen. Nur an einem 48 Meter hohen Stahlpylon auf der Nordseite des Kanals hängend, hat die geschwungene Brücke eine Spannweite von etwa 150 Metern. Die nördliche Rampe wird durch Betonstützmauern gebildet, die südliche ist als Erddamm gebaut. Verbaut wurden über 600 Kubikmeter Beton und 235 Meter Großbohrpfähle für die Widerlager sowie 400 Tonnen Stahl und 465 Meter Seil für die Hängekonstruktion.

Die Brücke wurde von der Europäischen Konvention für Stahlbau mit dem European Steel Bridges Award 2010 ausgezeichnet. Dieser würdigt herausragende Stahl-Brückenkonstruktionen in Europa. 

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Kontakt & Infos

Grimberger Sichel
Willy-Brandt-Allee
45889 Gelsenkirchen-Bismarck

ÖPNV

Von Wanne-Eickel Hbf mit Bus 328 oder 329 bis „Schloßstraße“

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