Künstlerzeche Unser Fritz 2/3

Eine Zeche direkt am Kanal: Früher ein Ort schwerindustrieller Arbeit, heute ein kreativer Kunst-, Ausstellungs- und Eventraum.

Künstlerzeche Unser Fritz 2/3. Foto: RIK/Reinhold Budde
Künstlerzeche Unser Fritz 2/3. Foto: RIK/Reinhold Budde

Kulturelles Zentrum von überregionaler Bedeutung

Unter dem Namen Künstlerzeche firmiert heute das noch erhaltenen Gebäudeensembles der ehemaligen Zeche Unser Fritz 2/3. In der Weißkaue präsentieren renommierte Künstler heute im Rahmen von Ausstellungen ihre Werke, in der Schwarzkaue mit Empore finden Veranstaltungen und Feste statt. Das sanierte Fördermaschinenhaus von Schacht 3 wurde  2009 als zusätzliche Veranstaltungshalle eröffnet. 

Die Vorgeschichte von Schacht 2 beginnt mit einem tragischen Vorfall: Am 25. Juli 1875 ereignete sich auf Schacht 1 eine Schlagwetterexplosion, bei der sieben Bergleute den Tod fanden. Die Bergbehörde forderte daraufhin die Anlage eines zweiten Schachtes, um die Wetterverhältnisse zu verbessern. Er wurde schließlich 1885 in Betrieb genommen. Eine Kettenbahn verband die Anlage mit Schacht 1, wo die Kohlen verladen wurden. 1903 ging direkt neben Schacht 2 ein dritter Schacht in Betrieb. Ab 1907 übernahm er die gesamte Förderung der Anlage 2/3. Schacht 2 diente nur noch als Wetterschacht. Die Kohleförderung auf Unser Fritz 2/3 wurde allerdings bereits im Dezember 1925 im Zuge des großen Rationalisierungsprogramms im gesamten Ruhrbergbau wieder eingestellt.

Die Künstlerzeche hat sich mittlerweile zu einem kulturellen Zentrum von überregionaler Ausstrahlung entwickelt. Weitere Bedeutung hat sie auch als Standort am Gahlenschen Kohlenweg. An diesen vor 250 Jahren erschlossenen Transportweg für Kohle, der über etwa 30 Kilometer von Hattingen bis Dorsten führte, erinnern heute entlang der Strecke Werke zeitgenössischer Kunst.

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Kontakt & Infos

Künstlerzeche Unser Fritz 2/3
Zur Künstlerzeche 10
44653 Herne-Wanne
Anfahrt über Navigationssystem: Grimberger Feld

ÖPNV

Von Wanne-Eickel Hbf mit Bus 312 oder 342 bis „Künstlerzeche“