Landschaftspark Hoheward

Halde Hoheward mit Drachenbrücke und Horizontobservatorium: Mit 150 Millionen Tonnen aufgeschüttetem Material die größte Halde des Ruhrgebiets; daneben die „kleine Haldenschwester“ Hoppenbruch mit Skulpturengarten zum Thema Windkraft.

Die Sonnenuhr mit Horizontobservatorium im Landschaftspark Hoheward. Foto: RIK/Thomas Berns
Die Sonnenuhr mit Horizontobservatorium im Landschaftspark Hoheward. Foto: RIK/Thomas Berns

Dauerausstellung „NEUE HORIZONTE - Auf den Spuren der Zeit“

Die Halden Hoheward und Hoppenbruch entstanden als Aufschüttungen des Bergematerials der benachbarten Zechen Ewald/Schlägel & Eisen und General Blumenthal/Haard. Sie bilden heute zusammen mit dem Waldgebiet Emscherbruch zentrale Teilprojekte des Emscher Landschaftsparks und sind mit ihren ca. 220 Hektar gleichzeitig die größte Haldenlandschaft Europas.

Die nördlich gelegene Großhalde Hoheward entstand seit den 1980er-Jahren durch die Zusammenlegung der Halden Ewald im Westen und Emscherbruch im Osten. 150 Millionen Tonnen Material wurden aufgeschüttet, verdichtet und zu einer 152 Meter hohen Berglandschaft modelliert. Hoheward ist damit die größte Halde des Ruhrgebiets. Der Aufstieg zur Halde beginnt von der Recklinghauser Seite (Zugang Süd) an der spektakulären Drachenbrücke, die mit Stahlelementen einem chinesischen Drachen gleicht. Sie verbindet den Stadtteilpark Hochlarmark mit der Halde Hoheward. Über ein Wegenetz gelangt der Besucher zur Haldenspitze, auf der es eine große Sonnenuhr und ein Horizontobservatorium zu sehen gibt. Das Observatorium besteht aus zwei Stahlröhren-Bögen mit dem Durchmesser von etwa 90 Metern und einem in der Mitte befindlichen, tiefgelegten Platz, dem Zentrum der Himmelsbeobachtung. Vorausgesetzt die Sonne scheint, lassen sich hier bestimmte astronomische und geographische Konstellationen ablesen.

Im Besucherzentrum Hoheward (Lohn- & Lichthalle, Zeche Ewald), das auch Führungen über die Halde anbietet, befindet sich seit Ende 2014 ist die Dauerausstellung „NEUE HORIZONTE - Auf den Spuren der Zeit“. Hier wartet eine interaktive Erlebnisausstellung mit 25 Mitmach-Stationen auf die Besucher. Horizontastronomie zum Anfassen, Modelle der astronomischen Halden-Plateaus, der Zusammenhang zwischen Kohle und Halden, Elementar-Astronomie für Jung und Alt.

Die zwischen 1978 und 1992 entstandene Halde Hoppenbruch hat nur ein Volumen von 34 Millionen Tonnen und eine Höhe von etwa 70 Metern. Das frei begehbare Landschaftsbauwerk Hoppenbruch bietet heute eine Reihe von Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten. Durch die mit Schwarzkiefern begrünte Halde winden sich breite Serpentinen hinauf, ideal zum Radfahren, Joggen und für Spaziergänge. Der Skulpturengarten Windkraft mit benachbartem Windrad vermittelt Wissenswertes zur regenerativen Energie. Vom Gipfelpunkt der Halde hat man einen weit reichenden Rundblick über das zentrale Ruhrgebiet.

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Kontakt & Infos

Besucherzentrum Hoheward

Werner-Heisenberg-Straße 14
45699 Herten
Telefon: +49 (0) 2366 / 18 11 6-0

Öffnungszeiten und Führungen

Apr-Okt: Di-Fr 10-18 Uhr, Sa/
So/Fei 10-13 & 13.30-18 Uhr,
Nov-Mrz: Di-Fr 10-17 Uhr, Sa/
So/Fei 10-13 & 13.30-17 Uhr

Im Besucherzentrum Hoheward (Lohn- & Lichthalle, Zeche Ewald) wartet die interaktive Erlebnisausstellung „Neue Horizonte - Auf den Spuren der Zeit“ mit 25 Mitmach-Stationen auf die Besucher. Horizontastronomie zum Anfassen, Modelle der astronomischen Halden-Plateaus, der Zusammenhang zwischen Kohle und Halden, elementar-Astronomie für Jung und Alt. Auch Führungen werden im Rahmen der Ausstellung durchgeführt (öffentliche Führung So 14-15 Uhr).

ÖPNV

Besucherzentrum/Zugang West: Von Wanne-Eickel Hbf bzw. Herten Mitte mit Bus SB 27 bis „Bergwerk Ewald 1/2“