Glörtalsperre

Glörtalsperre
Glörtalsperre

Im äußersten Südosten des Ennepe-Ruhr-Kreises liegt auf der Grenze mit dem Märkischen Kreis in einem Nebental der Volme die Glörtalsperre, deren Niederschlagsgebiet zum Teil in Breckerfeld, zum anderen Teil in Halver und Schalksmühle liegt.

Während Heilenbecker-, Hasper-, und Ennepetalsperre vornehmlich der Trinkwasserversorgung des südlichen Ruhrgebietes dienen, besteht die Hauptaufgabe der Glörtalsperre in der Zurückhaltung des Hochwassers und der gleichmäßigen Belieferung der unterhalb gelegenen Wassertriebwerke an der Volme. Des Weiteren lockt die in den Jahren 1904/06 durch Aufstauung des Baches Glör errichtete und am 11. Juni 1906 eingeweihte Glörtalsperre bei Dahlerbrück mit ihrem schönen Naturfreibad an warmen Sommertagen Badegäste aus den nahen Ballungsräumen an. Die seit der Restaurierung in den Jahren 2000 bis 2004 in neuem Glanz erstrahlende Staumauer hat eine Länge von 167 m und eine Höhe von 32 m. Die wasserbedeckte Fläche beträgt 21 ha, der Stauinhalt 2,1 Mio. m³ Wasser. Die Architektur der Staumauer übernimmt Motive des Festungsbaus.

Die Glörtalsperre gehört zu den kleineren Talsperren. Wie viele ältere Talsperren der Region wurde auch sie nach den Ideen von Prof. Intze aus Aachen erbaut. In den Monaten Oktober bis März konnte durch den Wasserbeschaffungsverband Lüdenscheid Trinkwasser für die Notfallversorgung entnommen werden. Die landschaftlich reizvolle Umgebung der Glörtalsperre und des anerkannten Erholungsortes Breckerfeld lädt zu schönen Wanderungen ein.

Die Glörtalsperre befindet sich heute im Besitz des Regionalverbandes Ruhrgebiet und dient ausschliesslich der Naherholung. 

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Kontakt & Infos

Glörtalsperre
Glörstraße
58339 Breckerfeld

ÖPNV

Von Breckerfeld oder Schalksmühle mit Bus MVG 86 (Mo - Fr) bis „Glör Parkplatz“, dann ca. 15 Min. Fußweg oder von Hagen Hbf mit RegionalBahn RB52 „Volmetalbahn“ bis Dahlerbrück, dann ca. 45 Min. Fußweg

Sanierung der Glörtalsperre

Die Sanierung der Glörtalsperre in Breckerfeld wird Ende Mai 2018 abgeschlossen sein, so dass anschließend mit dem Wiederaufstauen des Sees begonnen werden kann. Voraussichtlich ab Herbst - je nach Niederschlägen - wird die Talsperre wieder gefüllt sein, so dass die Wasserkraftanlage zur Stromerzeugung ihren Betrieb aufnehmen kann.

Ende November 2017 wurde das Wasser des Stausees abgelassen und die Fische umgesiedelt. Anschließend mussten noch Ablagerungen an den Grundablässen entfernt werden, um den Zugang zu wesentlichen Teilen der technischen Anlagen, den Schiebern und Rechen zu ermöglichen. Dann konnten die konkreten Untersuchungen und Vermessungen an den bisher unzugänglichen, nicht einsehbaren Betriebseinrichtungen der Staumauer vorgenommen werden. Ergebnis der Untersuchung ist, dass zahlreiche Verschleißteile erneuert bzw. ausgetauscht werden müssen. Zudem müssen die technischen Anlagen den heutigen Standards angepasst werden. Die Kosten für die Maßnahmen aus der vertieften Überprüfung einschließlich der technischen Anpassungen belaufen sich auf mehr als 700.000 Euro. Die Prüfung hat zudem ergeben, dass die Mauer selbst derzeit keine erkennbaren Schäden aufweist.

Um einen sicheren Staumauerbetrieb zukünftig zu gewährleisten, wurde die Glörtalsperre einer Generaluntersuchung unterzogen. Sämtliche Anlagen und Sicherheitseinrichtungen mussten überprüft werden, um gegebenenfalls gereinigt, repariert oder erneuert zu werden. Die letzte Sanierung liegt mehr als zehn Jahre zurück.

Auch der leere Stausee zieht Besucher an. Die Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH wird 2018 ein attraktives, durch den Leerstand etwas andersartiges Erholungsangebot schaffen. Die Gesellschafter der Freizeitschwerpunkt Glörtalsperre GmbH sind der Regionalverband Ruhr (RVR), der Ennepe-Ruhr- und der Märkische Kreis sowie die Städte Hagen, Breckerfeld, Halver und die Gemeinde Schalksmühle.

Infos: www.gloer.de