Lagerhaus Lehnkering

Lagerhaus Lehnkering. Foto: RIK / R. Budde
Lagerhaus Lehnkering. Foto: RIK / R. Budde

Für die meisten ist es nur ein Tipp am Rande, für Architektur-Spezialisten aber ein kleiner Leckerbissen, das ehemalige Lagerhaus Lehnkering aus dem Jahre 1911. Es ist neben dem Krematorium, dem Hohenhof, den Behrens-Villen und dem Karl Ernst Osthaus Museum eines der wichtigsten heute noch erhaltenen Zeugnisse des sogenannten "Hagener Impulses".

Geplant wurde der Bau durch die Architekten Gebrüder Leopold und Heinrich Ludwigs, die sich Anregungen auf einer längeren USA-Reise geholt hatten. Die Fassade präsentiert sich in einer ungewöhnlichen Mischung aus Jugendstil-Elementen und Frühexpressionismus. Die vierflügelige Anlage ist auf einem mächtigen Natursteinsockel in Backstein ausgeführt und verputzt. Die beiden weiblichen Figuren auf dem vorkragenden Sandsteingesims an der Hauptfassade symbolisieren Handel und Verkehr. Auf dem Dach thront ein Türmchen mit einer angedeuteten Weltkugel als Symbol für die Aktivitäten der ehemaligen Erbauer und Besitzer.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketingverein realisierte die internationale Spedition Schenker als erstes Unternehmen die Illumination ihres unter Denkmalschutz stehenden Bürogebäudes im Stadtteil Haspe. Lichttechnisch wurden einige Details des frühexpressionistisch anmutenden Baus besonders hervorgehoben. Hierbei handelt es sich um die auf einem turmförmigen Sockel auf dem Dach befindliche Weltkugel sowie um zwei an der Hauptfassade ausgeführte Flachreliefs. 

zurück 13/60 vor

Kontakt & Infos

Lagerhaus Lehnkering, heute Spedition Schenker
Berliner Straße 14
58135 Hagen-Kückelhausen

ÖPNV

Von Hagen Hbf ZOB (Bussteig 2) mit Bus 510, 511 oder 542 bis "Mercedes Jürgens" 

metropoleruhr.de #Route-Industriekultur #Themenrouten #09 Industriekultur an Volme und Ennepe #Lagerhaus Lehnkering