Schlebuscher Erbstollen

Mundloch am Schlebuscher Erbstollen. Foto: RIK/Reinhold Budde
Mundloch am Schlebuscher Erbstollen. Foto: RIK/Reinhold Budde

Erbstollen dienten der Entwässerung und Bewetterung meist mehrerer Grubenfelder. Ihr Ansatzpunkt lag im Ruhrtal. Von dort wurden sie unter leichtem Ansteigen in den Berg getrieben. Die Zechen zahlten an die „Erbstöllner“ für den Bau derartiger Anlagen eine Gebühr. Ab etwa 1790 wurden verstärkt Erbstollen eingerichtet.

Der Schlebuscher Erbstollen ist mit seiner Verlängerung, dem Dreckbänker Erbstollen, der längste Erbstollen im Steinkohle-Bergbau des Ruhrgebiets. Mit einer Gesamtlänge von etwa 13 Kilometern erstreckte er sich bis in die Nähe von Sprockhövel. Benannt ist der Schlebuscher Erbstollen nach der „Schlebuscher Gewerkschaft“, die den Erbstollen erbaut hat. Im Jahr 1841 setzte die „Gewerkschaft Drecksbank“ den Stollen fort, um die Sprockhöveler Zechen zu entwässern.

Der Schlebuscher Erbstollen wurde im 19. Jahrhundert auch für die Kohleförderung genutzt. Bereits im Jahre 1765 wurde das Stollenmundloch mit einer aufwändigen barocken Sandsteineinfassung versehen. 

zurück 48/60 vor

Kontakt & Infos

Schlehbuscher Erbstollen
Oberwengerner Straße / Voßhövener Straße
58300 Wetter-Oberwengern
Der Stolleneingang befindet sich am Bergbauwanderweg Wetter, ca. fünf Minuten zu Fuß von der Oberwengerner Straße entfernt (eingeschränkte Parkmöglichkeiten)

ÖPNV

Von Wetter (Ruhr) Bf mit Bus 591, 593 bis „Voßhövener Straße“