Nickelwerke

Nickelwerke. Foto: RIK / R. Budde
Nickelwerke. Foto: RIK / R. Budde

Die Anfänge der Nickelwerke reichen zurück bis in das Jahr 1839. Damals wurden bereits auf der Iserlohner Heide Nickel verhüttet und Reit- und Fahrgeschirre aus Nickelsilber hergestellt. In die Zeit stürmischer technischer Entwicklungen und boomender Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts fällt auch die Geburtsstunde der Deutschen Nickelwerke: 1861 wurde das Unternehmen zunächst als „Nickel- und Kobaltfabrik Fleitmann und Witte“ von Theodor Fleitmann und Heinrich Witte gegründet. 1867 erhielt Schwerte einen eigenen Bahnanschluss, ein entscheidender Grund die Fertigungsstätte am Ort zu halten und auszubauen.
    
Von Anfang an war die Entwicklung der Stadt Schwerte auf das engste mit den Deutschen Nickelwerken verbunden. Schon seit 1872 fanden Halbzeuge aus Nickellegierungen von Schwerte aus ihren Weg zu Kunden in aller Welt.

1878 gelang Theodor Fleitmann eine bahnbrechende Erfindung, die bis heute noch die technische Verfahrensgrundlage für die gesamte nickelverarbeitende Industrie bildet: Durch den Zusatz von Magnesium konnte Nickel im glühenden Zustand walz- und schmiedbar gemacht werden. Ein weiterer Durchbruch gelang ihm mit der Walzplattierung von Eisenblechen mit Nickel und Kupfer sowie deren Legierungen. Zu jener Zeit war dieses Verfahren weltweit einzigartig und bildet bis heute die Grundlage moderner Plattierverfahren.

Seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts verfolgt das Unternehmen einen kontinuierlichen Expansionskurs durch Übernahme von branchengleichen Unternehmen bzw. durch den  Erwerb von Mehrheitsbeteiligungen. Ab den 1980er Jahren wurde diese Strategie auch auf den europäischen und nordamerikanischen Markt ausgedehnt, wobei es auch zu Neugründungen und Joint Ventures kam.

Wichtige Meilensteine auf diesem Weg waren der Erwerb der Auerhammer Metallwerk GmbH in Sachsen 1991, der Einstieg in die Münzproduktion 1990 mit der Gründung der EuroCoin GmbH und deren Ausdehnung mit dem Erwerb der Saxonia Edelmetalle GmbH 1997 und dem Joint Venture mit der Spanischen Münze ein Jahr später. In den USA ist die Deutsche Nickel America Inc. an drei Standorten in Richmond, Illinois und Texas vertreten. 

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Kontakt & Infos

Deutsche Nickel GmbH
Rosenweg 15
58239 Schwerte

ÖPNV

Vom Bahnhof Schwerte (Ruhr) 10 Minuten Fußweg oder (nur mo - sa) mit Bus C31 bis "Nickelfabrik"