Siedlung Rünthe-Süd

Über die Schachtstraße in Richtung Ortsmitte gelangt man in die zwischen 1910 und 1912 gebaute Zechensiedlung Rünthe-Süd. An der Schlägelstraße entsprechen die Häuser noch denen der "Alten Kolonie", dann ändert sich jedoch die Bebauung: Zwei-Familien-Reihenhäuser wurden errichtet. Anders als in der "D-Zug-Siedlung" und der "Alten Kolonie" sind diese Häuser nicht unterkellert, verfügen dafür jedoch über einen ins Gebäude einbezogenen Wirtschaftsteil mit Stall, Waschküche und Abort.

Die Bergarbeiter, die damals mit ihren Frauen und Kindern einzogen, waren Kupferbergleute aus dem Mansfelder Revier. Ihnen war dort nach einem großen Streik im Jahr 1909 gekündigt worden. Auf der Suche nach neuer Arbeit kamen viele von ihnen in das Ruhrgebiet und legten auch bei der Zeche Werne an.

In der Zeit als die Siedlung den Klöckner-Werken gehörte, waren kaum bauliche Erhaltungsmaßnahmen durchgeführt worden. Das galt auch für die Straßen, die ebenfalls nur in begrenztem Umfang vom Werk instand gehalten wurden. Erst Ende der 1970er Jahre wurden die Häuser saniert und modernisiert und danach den bisherigen Mietern zum Kauf angeboten.  

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Kontakt & Infos

Siedlung Rünthe-Süd
Taubenstraße/ Zeppelinstraße
59192 Bergkamen-Rünthe

ÖPNV

Von Lünen bzw. Hamm mit Bus S 20; von Unna/ Kamen bzw. werne mit Bus R81 bis "Kettlerschule"