Siedlung Ziethenstraße

Siedlung Ziethenstraße. Foto: RIK / Guntram Walter
Siedlung Ziethenstraße. Foto: RIK / Guntram Walter

Zur Unterbringung ihrer auf der Zeche Preußen beschäftigten Bergleute (bereits 1897 arbeiteten dort 1.000 Arbeiter, 1908 rd. 3400) und ihrer Angehörigen errichtete die Harpener Bergbau AG Ende des 19. Jahrhunderts die Kolonie. An der sehr breiten Ziethenstraße ist nur ein Haustyp vertreten. Die Gebäude haben jeweils vier Wohnungen, erschlossen durch einen zentralen Hausflur. Auf der Rückseite der Wohnhäuser befinden sich die Stallgebäude, an denen ursprünglich seitlich Toilettenhäuschen angebaut waren. Parallel zum Bau der Siedlung wurde auch in die Infrastruktur im Süden Lünens investiert. Die Kommune hatte die Harpener Bergbau AG verpflichtet, die Folgekosten des Siedlungsbaus zu tragen. So musste sie zum Beispiel für den Bau von Schulen und sogar für die Unterhaltung einer Polizeistation inklusive des Gehaltes für den dazugehörigen Polizeisergeanten Zahlungen leisten.

Da die Wohnungen kaum modernisiert worden waren, zeichneten sich Siedlung und Wohnumfeld an der Ziethenstraße lange durch einen geringen Standard aus. Studenten der Fachhochschule Münster konnten jedoch 1984 in einem Entwurfsseminar nachweisen, dass die Bausubstanz mit relativ geringen Veränderungen den heutigen Wohnbedürfnissen angepasst werden könnte. Der geringe Modernisierungsaufwand und das öffentliche Interesse am Erhalt der Siedlung führten schließlich zu einer umfassenden Sanierung der Häuser durch die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG). 

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Kontakt & Infos

Ziethenstraße
Ziethenstraße/ Sedanstraße
44532 Lünen-Süd
Trägerin
Landesentwicklungsgesellschaft NRW
Bornstraße 83
44135 Dortmund
Telefon: +49 (0) 231 / 981033-40

ÖPNV

Von Lünen ZOB-Hbf mit Bus R11, C4 oder C5 bis "Süd Jägerstraße", dann 5 Minuten Fußweg