Harkorthaus

Friedrich Harkort
Friedrich Harkort

Als Harkort 1819 nach Wetter kam, um zusammen mit Johann Heinrich Kamp und dem Ingenieur Thomas die "Mechanische Werkstatt Harkort & Co" zu gründen, erwarb er neben der Burg, die als Fabrik diente, auch den Boeler Burgmannenhof, Burgstraße 26, und verbrachte dort den längsten Teil seines Aufenthalts. 1832 schied Harkort auf Druck Kamps weitgehend aus dem Unternehmen aus und widmete sich umfangreichen politischen und historischen, aber auch ökonomischen und technischen Studien. Er hielt sich dabei andernorts auf, während seine Familie weiter in Wetter ansässig blieb. 1840 erwarb Carl Gravemann, ein Geschäftspartner des schwer verschuldeten Harkort, das heutige Harkorthaus in dessen Namen. Bei dem um 1700 errichteten großen, aber schlichten Fachwerkhaus - gelegen an der zur Ruhr (dem heutigen Harkortsee) hin abfallenden Seite der Burgfreiheit Wetter - handelt es sich um das ehemalige reformierte Schulhaus von Wetter. Als die Schule 1839 einen Neubau erhielt, stand es als baufällig zum Verkauf. 1845 ging es an Kinder Harkorts über. Friedrich Harkort selbst lebte in den 1850er Jahren zeitweise hier. Bis zum Jahr 1922 blieb das Haus im Besitz der Erben. Über einen Zwischenbesitzer erwarb es 1926 die Stadt Wetter und richtete mit großer privater Unterstützung eine kleine Gedenkstätte ein. Nach der vorübergehenden Nutzung als Jugendherberge ist hier heute das Stadtarchiv untergebracht.

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Kontakt & Infos

Stadtarchiv
Burgstraße 17
58300 Wetter

ÖPNV

Vom Bahnhof Wetter (Ruhr) ca. 15 Minuten Fußweg oder mit Bus 553, 555, 591 oder 593 bis "Freiheit"