Kleinzeche Egbert

Kleinzeche Egbert. Foto: RIK / Guntram Walter
Kleinzeche Egbert. Foto: RIK / Guntram Walter

Seit Mitte des 18. Jahrhunderts gab es im Raum Herbede zahlreiche Kleinzechen. Sie waren für die Herbeder Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung. Die Kleinzeche Egbert ging erstaunlicherweise erst 1962 (!) in Betrieb, zu einer Zeit also, als das große Zechensterben im Ruhrgebiet schon begonnen hatte. In jenem Jahr förderten hier sechs Personen 2.660 t Kohle aus dem schräg nach unten führenden (tonnlägigen) Schacht. Er wurde 135 m tief im etwa 1,25 m dicken Flöz Kreftenscheer abgeteuft, das hier etwa 60° nach Norden einfällt. Abgebaut wurden auch die benachbarten Flöze Geitling und Mausegatt. Das Grubenwasser floss durch frühere Grubenbaue und den Laurentius-Erbstollen zum Hammertal ab.

Erst 1976 wurde die Zeche als letzte ihrer Art im Ruhrgebiet stillgelegt. Die Tagesanlagen sind fast vollständig erhalten und wurden in den Jahren 1979 bis 1982 gründlich restauriert. Zu sehen sind neben dem Holzfördergerüst unter anderem noch das Kompressorhaus, eine Haspelbude, Gleisanlagen sowie Ausstattungsstücke wie Kohlenbrecher, Lüfter, Pumpen, Grubentelefon. 

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Kontakt & Infos

Kleinzeche Egbert
Parkplatz: Franz-Wohlleb-Platz (Geodaten: 51°24'19.26" N, 7°16'30.26" O)
58456 Witten-Herbede/Kämpen
Die Kleinzeche liegt in einem kleinen Bachtal südlich von Witten-Herbede. Anfahrt über Kämpenstraße, Parkplatz "Franz-Wohlleb-Platz", dann nach Querung der Kämpenstraße dem ausgeschilderten Fußweg (Grüne Schilder) folgen (ca. 10 Minuten).

GEODATEN

51°24'11.2"N 7°16'48.7" O

Viewer Route Industriekultur

ÖPNV

Von Witten Hbf mit Bus 320 bis "Kämpen" (Franz-Wohlleb-Platz), von dort 10 Min. Fußweg (s.o.)