Zeche Walfisch

Zeche Ver. Walfisch. Foto: RIK / R. Budde

Die Zeche Vereinigte Walfisch entstand 1832 durch Konsolidierung (Zusammenschluss) von drei kleineren Zechen, die bereits im 18. Jahrhundet Stollenbergbau betrieben hatten. Das heute als Wohnhaus genutzte Schachtgebäude entstand um 1850 über einem tonnlägigen Förder- und Fahrschacht mit 200 Metern Teufe.

Es ist ein dreigeschossiges Gebäude mit Eckquaderung, Satteldach und früher rundbogigen Toren auf allen vier Seiten, die später mit Ruhrsandstein zugemauert wurden. An den Gebäudekanten sind noch die Schlitze für die Seilführung erkennbar.

Das Fördermaschinenhaus gehört zu den respektablen Bauleistungen, die in dieser Dimension aus der Mitte des 19. Jahrhunderts kaum erhalten sind. Die Architekturformen sind für das Wittener Gebiet typisch. Das Gebäude dokumentiert den spätklassizistischen Baustil von Industrieanlagen der Region.

1894 wurde die Zeche Ver. Walfisch der Wittener Großzeche Franziska (ab 1895 Ver. Hamburg&Franziska) angegliedert. Die höchste Förderung wurde 1896 mit 75.000 Tonnen und einer Belegschaft von 388 Mann erbracht. Bereits 1898 erfolgte die Stilllegung, 1925 auch die von Hamburg&Franziska mit zuletzt über 3000 Beschäftigten.

zurück 6/49 vor

Kontakt & Infos

Zeche Ver. Walfisch
Steinäckerweg 19
58454 Witten

ÖPNV

Von Witten Hbf oder S-Bahnhof DO-Oespel mit Bus 371 bis "Walfischstraße"