Besucherbergwerk Ramsbeck

Bergbaumuseum Ramsbeck. Foto: Gabi Penkert
Bergbaumuseum Ramsbeck. Foto: Gabi Penkert

Urkundliche Erwähnung fand der Bergbau in Ramsbeck zum ersten Mal 1518. Die Förderung von Blei und Zink bildete seitdem eine wichtige wirtschaftliche Lebensgrundlage für die Ramsbecker Bevölkerung, 1815 wurde die Ramsbecker „Gewerkschaft“ gebildet.

Zwischen 1851 und 1854 wurden die Grubenfelder vom „Rheinisch-Westfälischen Bergwerksverein“ übernommen. Danach erlebte Ramsbeck durch den Zuzug vieler Bergleute aus dem Wittgensteiner Land, dem Siegerland, aus Sachsen und dem Harz einen erheblichen Aufschwung: Neue Dörfer und Straßen entstanden, neue Werke zur Erzaufbereitung wurden errichtet. Die Anzahl der Beschäftigten erhöhte sich von 450 auf über 2.000 Menschen. Allerdings erwiesen sich die Lagerstätten in der Folgezeit als bei weitem nicht so ertragreich wie angenommen, so dass es zu einer wirtschaftlichen Depression kam, die erst in den 1880er-Jahren auch durch die zunehmende Mechanisierung des Abbaus beendet wurde.

Nach einer durch die Weltwirtschaftkrise bedingten Einstellung der Erzförderung in den Jahren 1931 bis 1933 konnte die Produktivität ab 1933 durch neue Anlagen kontinuierlich gesteigert werden, so dass in der Folgezeit jährlich bis zu 350.000 Tonnen Roherz gefördert werden konnten.

Die letzte grundlegende Betriebsumstellung wurde 1971/72 vorgenommen. Dadurch konnte die Förderleistung erheblich gesteigert werden, dennoch lohnte sich langfristig der Abbau inzwischen nicht mehr, da der Metallgehalt im Roherz zu gering war.

Mit großer finanzieller Hilfe des Bundes und des Landes NRW erfolgte ab 1974 die Umwandlung des ehemaligen Kauengebäudes in ein Bergbaumuseum und die Einrichtung eines Besucherbergwerkes als weitere touristische Attraktion. Im Bergbaumuseum erhält der Besucher Informationen zur Geschichte des Ramsbecker Bergbaus. Zahlreiche Ausstellungsstücke vom Grubenhunt über Bohrgeräte bis zum Radlader veranschaulichen Techniken und Methoden des Erzbergbaus. In der Mineraliensammlung werden neben Ramsbecker Exponaten auch Fundstücke aus anderen Regionen präsentiert. Im Besucherbergwerk fährt die Grubenbahn etwa 1,5 Kilometer in den Dörnberg hinein. Eine Stollen-Führung vermittelt anschaulich, wie das Erz in der Grube abgebaut wurde, um dann mittels eines Förderbandes zur Aufbereitung weitertransportiert zu werden.

zurück 3/103 vor

Kontakt & Infos

Sauerländer Besucherbergwerk Ramsbeck
Glück-Auf-Straße 3
59909 Bestwig-Ramsbeck
Telefon: +49 (0) 2905 / 25-0

Öffnungszeiten

Di-So 9-17 Uhr
letzte Einfahrt gegen 16 Uhr
Mo geschlossen
Oster- und Pfingstmontag geöffnet
Weihnachten und Neujahr geschlossen

ÖPNV

Von Bestwig Bahnhof mit Bus 471 Richtung Andreasberg bis „Ziegelwiese“, dann ca. zwei Minuten Fußweg bis „Glück-auf-Straße“