Brückenwärterhaus und Lake-Brücke

Das Ruhrtal mit alter Lakebrücke, Brückenwärterhaus und Fabrik Friedrich Lohmann GmbH, links im Bild die ehem. Kornmühle. Quelle: Stadtarchiv Witten
Das Ruhrtal mit alter Lakebrücke, Brückenwärterhaus und Fabrik Friedrich Lohmann GmbH, links im Bild die ehem. Kornmühle. Quelle: Stadtarchiv Witten

Das unscheinbare Gebäude des Brückenwärterhauses an der Lake-Brücke stammt noch aus der Zeit um 1844. Hier wurde das sogenannte Brückengeld erhoben. Jeder, der die Brücke überquerte musste diese Gebühr an die Besitzer des Hauses Herbede als lokale Eigentümer abführen. In dem Gebäude befand sich die Zahlstelle und eine Gaststätte. Brückenzoll wurde noch bis 1930 erhoben.

 Strategisch befand sich das Wärterhaus und die erstmals 1347 urkundlich erwähnte Herbeder Ruhrbrücke an einer Stelle, an der sich seit Jahrhunderten die Ost-West-Wege zwischen Witten/Dortmund und Herbede/Hattingen bündelten und hier die Ruhr überquerten. Die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach zerstörte und wieder aufgebaute Holzbrücke wurde nach Inbetriebnahme der 1934 in unmittelbarer Nähe errichteten großen siebenbogigen Eisenbetonbrücke im Jahr 1942 abgebrochen. 1947 wurde die alte Ruhrbrücke auf Anweisung der britischen Militärregierung als Behelfsbrücke für einige Jahre wieder hergerichtet.

1979 entschloss sich der Rat der Stadt Witten zum Bau einer neuen Fuß- und Radwegebrücke „In der Lake“. Mit ihr wurde der große Rundweg um den Kemnader Stausee geschlossen. Die 1984 eröffnete neue Lake-Brücke sorgte dafür, dass die vielfältigen Freizeitangebote entlang der Ruhr und dem Stausee weiter an Attraktivität gewinnen konnten.

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Kontakt & Infos

Brückenwärterhaus und Lake-Brücke
Ruhrtal 1
58456 Witten-Herbede

ÖPNV

Von Witten Hbf mit Bus-Linien SB 38, 350 bis „Herbede Mitte“