Eisenbahnbrücke Kettwig

Eisenbahnbrücke Kettwig. Foto: Martina Will
Eisenbahnbrücke Kettwig. Foto: Martina Will

Im Oktober 1886 wurde der „Bergisch-Märkischen-Eisenbahn“ (BME), einer der drei großen Privatbahnen, die das Ruhrgebiet einst erschlossen haben, die Konzession zum Bau der „Ruhrtalbahn“ erteilt. Sie sollte das Ruhrtal von Düsseldorf aus erschließen - mit einem Streckenverlauf über Ratingen, Kettwig, Werden, Kupferdreh, Herdecke, Schwerte, Arnsberg und schließlich bis nach Kassel. 1872 war die Strecke bis nach Kupferdreh fertig gestellt.

1877 ergänzte die Strecke vom Essener Hauptbahnhof nach Werden das Netz. Damit ergab sich eine durchgehende Verbindung zwischen Essen und Düsseldorf. Heute dient die Verbindung ausschließlich dem S-Bahnverkehr.

In Vergessenheit geraten ist die so genannte „Untere Ruhrtalbahn“ zwischen Mülheim-Styrum und Kettwig, die 1876 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn eröffnet wurde. Sie zweigte in Styrum von der Hauptstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn ab und erreichte über Broich, Saarn und Mintard den Bahnhof Kettwig. Am Ortseingang von Kettwig stiegen Reisende bis 1968 im Bahnhof „Kettwig Stausee“ aus, um über einige Treppen den heutigen S-Bahnhof zum Umsteigen in die Ruhrtalbahn zu erreichen. Vor dem Zweiten Weltkrieg konnte man noch ohne Umsteigen direkt nach Kettwig gelangen, denn die Untere Ruhrtalbahn hatte eine (tiefer liegende) eigene, nicht mehr existierende Brücke, deren Widerlager aber noch gut sichtbar sind.

zurück 82/103 vor

Kontakt & Infos

Eisenbahnbrücke Kettwig
Werdener Straße
45219 Essen-Kettwig

ÖPNV

S-Bahnhof „Kettwig Stausee“