Laufwasserkraftwerk und Schleuse Kettwig

Schleuse Kettwig. Foto: RIK/Reinhold Budde
Schleuse Kettwig. Foto: RIK/Reinhold Budde

Das Laufwasserkraftwerk Kettwig, das ein Gefälle von fünf Metern zum Turbinenantrieb ausnutzt, ist Bestandteil des Wehres am Kettwiger Stausee und wurde zusammen mit dem Kettwiger Stausee 1950 errichtet. Es wird heute von innogy betrieben. Insgesamt betreibt das Unternehmen an der Ruhr elf Laufwasserkraftwerke mit einer Gesamtleistung von rund 20 Megawatt. Das Kraftwerk in Essen-Kettwig ist das letzte vor der Mündung in den Rhein. Das Maschinenhaus mit Dachkran nahe der Ruhrbrücke beherbergt drei Kaplan-Turbinen, die bei entsprechendem Wasserdurchfluss eine Gesamtleistung von 5.300 Kilowatt Leistung erzeugen können. Im Jahresmittel werden aus den fünf Metern Gefälle 16 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erzeugt.

Eine erste Schleuse in Kettwig wurde 1779/80 mitten im Flussstrom auf massiver hölzerner Gründung errichtet. Mit der Errichtung des neuen Wehres Kettwig im Jahr 1950 entstand am rechten Ruhrufer eine neue Schleuse für Schiffe bis zu 300 Tonnen Gewicht. Unterhalb der Schleuse endet die Schiffsverbindung der „Weißen Flotte“ der Stadt Mülheim aus Richtung Wasserbahnhof. Am Oberwasser besteht Umsteigemöglichkeit in Richtung Essen mit den Schiffen der „Weißen Flotte Baldeney“. 

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Kontakt & Infos

Laufwasserkraftwerk und Schleuse Kettwig
Promenadenweg 2
45219 Essen-Kettwig

ÖPNV

S-Bahnhof „Kettwig Stausee“ 

Tipp

Mintarder Weg 72, hier liegt das 1891 erbaute Wasserwerk Essen-Kettwig (vor der Brücke), das seit 1944 in der Verantwortung der RWW liegt. Von hier aus wird das südliche Versorgungsgebiet der RWW mit Trinkwasser beliefert. Die Versorgung umfasst Teile des Stadtgebietes von Ratingen, die Belieferung der Stadtwerke Velbert und Wülfrath inklusive einer Teilbelieferung der Stadtwerke Heiligenhaus. Über das Verbundwerk mit den drei anderen Ruhrwasserwerken in Mülheim besteht die Möglichkeit, vorübergehend Trinkwasser in andere Teile des Versorgungsgebietes der RWW zu leiten.