Ruhrquelle

Ruhrquelle. Foto: RIK / R. Budde
Ruhrquelle. Foto: RIK / R. Budde

Der Ursprung der Ruhr befindet sich im nordöstlichen Teil des Rothaargebirges etwa drei Kilometer nordöstlich von Winterberg am Nordosthang des 695,7 Meter hohen Ruhrkopfs. Sie entspringt einem nur wenige Quadratmeter großen sumpfig-morastigem Waldgebiet, das unter Naturschutz steht.

Die Ruhrquelle, die sich heute in einer aus Natursteinen halbrund gemauerten Fassung präsentiert, hat im Laufe der Zeit viele Umgestaltungen erfahren. Anfang dieses Jahrhunderts trat die Ruhr aus einem Rohr unterhalb einer kleinen gemauerten Wand aus der Erde, die mit einem Quellstein und der Aufschrift „Ruhrquelle 1899“ versehen war. Das Datum verwies auf ein 50-Jahre-Jubiläumsfest anlässlich der topografischen Festlegung der Ruhrquelle 1849.       

Um die Bedeutung der Ruhr zu unterstreichen und die Attraktivität der Ruhrquelle als Ausflugsziel für Besucher zu steigern sollte die Ruhrquelle 1957 mit einer „monumentaleren Fassung“ ausgestattet werden. Beauftragt wurde der Gartenbaudirektor Schmidt, der in Essen die Gruga geplant hatte. Er entwarf für die Ruhrquelle ein rundes Steinbassin aus Kunststein von acht Metern Durchmesser. Gebaut wurde aber letztlich ein kleineres Becken mit sechs Metern Durchmesser. Dazu wurde die Ruhrquelle 60 Meter nach unten verlegt, aber der gewünschte „Quelleffekt“ blieb aus, und die Ruhr rann nur langsam und trübe durch das monumentale Becken. An dieser Fassung erhitzten sich die Gemüter der Winterberger und der Besucher, die die künstliche Ruhrfassung als „Dreckkump“ oder „Goldfischteich“ betitelten. Auch gab es keine Stadtratssitzung zu jener Zeit, in der nicht das leidige Thema „Fassung der Ruhrquelle“ erörtert worden wäre.  

Nach einem Ratsbeschluss von 1958 wurde die Ruhrquellfassung schließlich erneut umgestaltet und zwar nach Plänen des Dortmunder Landschaftsarchitekten Prott. Die Realisierung dieser Entwürfe ist die heute vorhandene, bis jetzt letzte Fassung der Ruhrquelle. Sie besteht aus einem zuletzt 1980 restaurierten Naturstein-Rondell mit einem Gedenkstein, der das Datum der topografischen Festlegung 1849 und seines Hundertjahres-Jubiläums 1949 trägt.

Von der Ruhrquelle bis zur Mündung des Flusses in Duisburg kann man auf dem 245 km langen Ruhrhöhenweg des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) wandern (Wanderzeichen XR)  oder die Strecke mit einem Höhenunterschied von 646 Metern auf dem Ruhrtalradweg „erfahren“.

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Kontakt & Infos

Ruhrquelle
59955 Winterberg
An der Straße von Winterberg nach Olsberg (B480), ist die Ruhrquelle kurz nach Winterberg ausgeschildert. Vom Parkplatz ca. 200 m Fußweg.

ÖPNV

Vom Bahnhof Winterberg (Westf.) ca. 45 Minuten Fußweg