Stadtmuseum Hattingen

Stadtmuseum Hattingen. Foto: Stadtmuseum Hattingen
Stadtmuseum Hattingen. Foto: Stadtmuseum Hattingen

In den ehemaligen Amtshäusern im historischen Ortsteil Blankenstein gibt ein Museum vielfache Einblicke in die Stadtgeschichte von Hattingen. Zum architektonischen Konzept des Museums gehört eine durch alle Gebäude verlaufende Fuge aus Glas, die es den Besuchern ermöglicht alle Häuser gleichzeitig wahrzunehmen. Hinter den eleganten Sandsteinfassaden entstanden helle Museumsräume, große Ausstellungsflächen und ein Café mit einer Glas-Stahlkonstruktion mit Blick auf den Museumsgarten. Den Platz vor dem Museum prägen zwei Großskulpturen der Hattinger Künstler Bernhard Matthes und Egon Stratmann.

Die Dauerausstellung führt in die Geschichte der Stadt Hattingen und ihres Umlandes ein. Im Zentrum ist ein Rondell eingebaut, das einen Zugang zur Stadtgeschichte im Sinne eines begehbaren Geschichtsbuches ermöglicht. An der Wand des Rondells ist ein Zeithorizont angebracht, der mit Eckdaten zur europäischen Stil- und Geistesgeschichte und Fotos zur Stadtgeschichte einen historischen Überblick vermittelt. Rundherum installierte großformatige Themenbücher, die die Geschichte der Stadt Hattingen und ihrer Region in Text und Bild dokumentieren, laden zum Blättern und Stöbern ein.

Blick in die Dauerausstellung. Foto: Stadtmuseum Hattingen
Blick in die Dauerausstellung. Foto: Stadtmuseum Hattingen

Ein Teil der Museumsbestände werden den Besuchern in Objektkammern präsentiert: Die Kammern zeigen Sammlungsstücke aus der Vorgeschichte, präsentieren Zeit und Uhren, informieren über Geld, Maße und Gewichte und Hattinger Fahnen. Der Weg führt vorbei an Bildern und Objekten zum Thema Kleingewerbe und eröffnet einen Blick in die Kammer „Licht und Leuchter“. Die alte Reeperbahn aus der Hanfseilerei der Firma Puth aus Blankenstein leitet die Besucher aus dem Rondell - an 19 Metern Originalschiene entlang - heraus in den letzten Teil der Dauerausstellung. Möbel erinnern an das bürgerliche und bäuerliche Wohnen im 18. und 19. Jahrhundert. Knaggen und Spruchbalken des 16. und 17. Jahrhunderts aus der Innenstadt verweisen auf das äußere Aussehen der Fachwerkhäuser in „alter“ Zeit.

Großzügige Ausstellungsflächen, ein Seminarraum, eine Bibliothek und ein Atelier laden zur Begegnung und Auseinandersetzung mit Menschen, Kunst und Kulturgeschichte ein. Wechselausstellungen im Bereich Kunst und Kultur, Generationen übergreifende Museumspädagogik und ein breit gefächertes Veranstaltungsprogramm gehören neben der Dauerausstellung zu den Handlungsfeldern des Stadtmuseums.

zurück 52/103 vor

Kontakt & Infos

Stadtmuseum Hattingen
Marktplatz 1-3
45527 Hattingen-Blankenstein
Telefon: +49 (0) 2324 / 20 43 5-21

Öffnungszeiten

Mo, Di geschlossen
Mi - Fr 15-18 Uhr
Sa, So 11-18 Uhr

ÖPNV

Buslinie CE31 von Hattingen Mitte oder Bochum Hbf: Haltestellen „Burg
Blankenstein“ oder „Museum/Klinik“. Buslinie SB38 von Hattingen Mitte oder Witten Hbf: Haltestelle „Museum/Klinik“

Tipps

Die Seilwerke Heinrich Puth, gegründet 1848, waren bis 1981 ein wichtiger Arbeitgeber in Blankenstein. Die Seile wurden vor allem für den Bergbau hergestellt. Die alte Fassade und die Werkstatt blieben erhalten und wurden in den neuen Wohn- und Einkaufskomplex des Quartiers Puth integriert.

Gethmann‘sche Gärten, an der Hauptstraße in Hattingen-Blankenstein, angelegt ab 1806 von Carl-Friedrich Gethmann, Tuchhändler, Bergwerksbesitzer und Reeder (1772-1865). Seit 1928 ist der als Landschaftsgarten konzipierte Teil in öffentlichem Besitz, die Terrassengärten, die ursprünglich das nicht mehr vorhandene Wohnhaus von Gethmanns Sohn Wilhelm umgaben, befinden sich weiterhin in Privatbesitz. Beide Gärten sind bedeutende Baudenkmäler, die Terrassengärten unverändert in Konzept und Anlage, der Landschaftsgarten lässt trotz Verfall und Wachstum die ursprünglichen Absichten nachvollziehen und dokumentiert den Wandel von einer frühindustriellen Idylle zu einem spätindustriellen Denkmal.