Wasserturm Bommerholz

Wasserturm Bommerholz. Foto: RIK/Reinhold Budde
Wasserturm Bommerholz. Foto: RIK/Reinhold Budde

Die Wasserversorgung durch hauseigene Brunnen wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Bommern problematisch. Durch den Kohleabbau der Zeche Bommerbank sank der Grundwasserspiegel, wodurch vielen Brunnen das Wasser entzogen wurde. Die Folge waren Gerichtsprozesse um die sogenannte Wasserentziehung. Die Zeche Bommerbank und ihre Nachfolgegesellschaft verpflichteten sich schließlich, die Gemeinde Bommern mit Wasser zu versorgen. Zum 1. Januar 1910 kündigte aber die Bergbaugesellschaft Mont Cenis den Wasserlieferungsvertrag. Einen neuen Lieferanten fand die Gemeinde mit dem privaten Wasserwerk für das nördliche westfälische Kohlenrevier (heute Gelsenwasser AG). Für die Verteilung des Wassers waren ein neues Rohrnetz mit einer Pumpstation in Bommern und ein Wasserturm erforderlich.

Nach Plänen der Firma Simons aus Essen-Steele wurde 1910 auf einer Anhöhe in Bommerholz  ein 27 Meter hoher Wasserturm errichtet. Sein ursprüngliches Fassungsvermögen betrug 150 Kubikmeter.

1977/78 vergrößerte die Stadt Witten das Fassungsvermögen des heute noch im Betrieb befindlichen Turmes um das Doppelte. Der Wasserturm ist nicht nur ein wichtiges Glied in der Wasserversorgung von Bommern und Wengern sondern auch gleichzeitig ein Monument der Industriegeschichte in Witten. Auch deshalb steht der Turm seit 1986 unter Denkmalschutz. Um seine Bedeutung als Wahrzeichen von Bommern zu unterstreichen, wurde er auf Initiative des lokalen Heimat-und Geschichtsvereins mit einer Beleuchtung versehen und ist damit als Landmarke auch nachts weithin sichtbar. Eine Besteigung des Turms ist heute allerdings nicht mehr möglich.

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Kontakt & Infos

Wasserturm Bommerholz
Turmstraße (gegenüber Turmstraße 7)
58452 Witten-Bommern

ÖPNV

Von Witten Hbf mit Bus 378 bis „Husemannstraße“, dann mit Bus 379 bis „Bommern Wasserturm“