Wasserwerk Warmen

Wasserwerk Warmen, 1930er-Jahre. Quelle: Stadtwerke Hamm
Wasserwerk Warmen, 1930er-Jahre. Quelle: Stadtwerke Hamm

Der Aufbau einer zentralen Trinkwasserversorgung ihrer Bewohner stellte gegen Ende des 19. Jahrhunderts für die Stadt Hamm ein Problem dar. Da die Entnahme von Trinkwasser aus der Lippe wegen des hohen Salzgehaltes zu aufwändig gewesen wäre,  beschloss die Stadt 1886 ihr Trinkwasser aus der 27 Kilometer entfernten Ruhr zu gewinnen. Bereits im März 1887 floss aus einem neu erbauten Wasserwerk in Wickede-Wimbern Trinkwasser von Wickede an der Ruhr nach Hamm.

Wegen der starken Bevölkerungszunahme infolge zunehmender Industrialisierung reichten die veranschlagten Förderkapazitäten aus den vorhandenen Brunnen bald nicht mehr aus. Auch die zunehmende Qualitätsverschlechterung des Trinkwassers infolge industrieller Abwässer stellte zunehmend ein Problem dar. Deshalb wurde beschlossen Anfang der 1930er gemeinsam mit der Kommunalen Elektrizitätsgesellschaft Fröndenberg (KEG) ein neues Wasserwerk zu bauen, das im Oktober 1932 seinen Betrieb aufnahm. Das alte Wasserwerk in Wimbern wurde 1938 an die Eisen- und Stahlwerke GmbH verkauft. 

Durch die Bombardierung der Möhnetalsperre im Mai 1943 wurde die gesamte Wasserversorgung in Warmen stillgelegt. Die Betriebsanlagen des Wasserwerks einschließlich Maschinenraum waren durch die Überflutung entweder schwer beschädigt oder zerstört. Der Wiederaufbau der Wassergewinnungsanlage sollte viele Jahre in Anspruch nehmen.

Um den wirtschaftlichen und technischen Anforderungen an eine funktionstüchtige und rationell arbeitende Wasserversorgung nach dem Zweiten Weltkrieg gerecht zu werden, wurde im Wasserwerk Warmen in der Folgezeit in etlichen Bereichen investiert. Unter anderem konnte durch den Bau von zwei Filterbecken die Filterfläche von 26.400 Quadratmetern auf 36.400 Quadratmetern erweitert werden. Durch Umbau und Neuanschaffungen wurde die Pumpenleistung von 2.400 Kubikmeter pro Stunde auf 3.400 Kubikmeter pro Stunde gesteigert. Für die Filtersandbewirtschaftung wurde eine größere Sandwäsche mit den für Schlammabsatz notwendigen Trockenbehältern gebaut.

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Kontakt & Infos

Stadtwerke Hamm GmbH
Wasserwerk Warmen
Südring 1/3
59065 Hamm
Telefon: +49 (0) 2381 / 27 4-0

ÖPNV

Ab Wickede mit Bus 160 bis Warmen/Schmiedestraße, dann 15 Minuten Fußweg