Pumpwerk Alte Emscher

Pumpwerk Alte Emscher. Foto: RIK / Guntram Walter
Pumpwerk Alte Emscher. Foto: RIK / Guntram Walter

Eine der wichtigsten Infrastrukturmaßnahmen im Duisburger Norden war die Emscherregulierung durch die 1904 gegründete Emschergenossenschaft. Die im Unterlauf reich mäandrierende Emscher hatte durch Bergsenkungen inzwischen kein natürliches Gefälle mehr zum Rhein. Das Pumpwerk Alte Emscher, das am Tiefpunkt des Senkungstrichters im Einzugsgebiet der Alten Emscher 1914 errichtet wurde, war eine der ersten technischen Anlagen der Emschergenossenschaft.

Das Baudenkmal nach einem Entwurf des Architekten Alfred Fischer, einer der wichtigsten Wegbereiter der Klassischen Moderne in Westdeutschland, gehört mit seinem imposanten Kuppeldach von 41 m Durchmesser - seinerzeit nach der Breslauer Jahrhunderthalle die größte freigespannte Betonkuppel in Deutschland - zu den architektonisch herausragenden Gebäuden seiner Epoche. Die schlichte Putzfassade verweist schon in dieser Zeit vor dem Ersten Weltkrieg auf die erst später zur vollen Entfaltung reifende Bauhaus-Architektur. Der kreisförmige Grundriss ist durch den besonderen Sicherheitsstandard der Anlage begründet: Auch im schlimmsten Fall, den die Ingenieure bei ihrer Planung zugrunde legten - dem Bruch der Rheindeiche - sollte das Pumpwerk in der Lage sein, das Wasser weiter aus dem Senkungstief zu fördern. Die Kreisform bot statisch die günstigste Voraussetzung, dem Wasserdruck standzuhalten. Die große Höhe von 24,5 Meter war notwendig, da die großen Dieselpumpen viel Abwärme produzierten.

Heute sind die meisten von ihnen durch Elektromaschinen ersetzt. Wegen der weiter fortschreitenden Senkungen wurden neben der ursprünglichen Anlage 1932 und 1947 zwei Erweiterungspumpwerke gebaut, die aber nur bei Hochwasser benötigt werden.

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Kontakt & Infos

Pumpwerk Alte Emscher
Alsumer Straße 4
47139 Duisburg-Beeck

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