Pumpwerk Evinger Bach

Pumpwerk Evinger Bach. Foto: RIK / Guntram Walter
Pumpwerk Evinger Bach. Foto: RIK / Guntram Walter

Die meisten Pumpwerke der Emschergenossenschaft liegen eher versteckt und tun ihren Dienst fast unbemerkt. Das gilt nicht für das 1953 errichtete Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach. Die relativ große Anlage steht am Rand des Fredenbaumparks in der Dortmunder Nordstadt. Der Architekt Schildhauer legte besonderen Wert auf die Gestaltung des neuen Gebäudes und gliederte es im Stil der Nachkriegszeit harmonisch in die schöne Umgebung ein. Zwischen dem Gebäude und der Münsterstraße ließ Schildhauer große Mengen Erdreich abtragen, um die sichtbare Fassadenhöhe von 8,50 Metern auf 12 Meter zu erhöhen.

Der Evinger Bach ist ein Nebenlauf des Aalbaches, der bei Deusen in die Emscher mündet. Schon um 1920 floss der Evinger Bach nicht mehr richtig ab. Diese Vorflutstörungen verschärften sich immer mehr, so dass seit den 1930er Jahren mehrere Behelfspumpwerke betrieben wurden, bevor der Bau der heutigen Anlage erfolgte. Mit einem maximalen Förderstrom von 12.000 Litern pro Sekunde gehört Dortmund-Evinger Bach zu den größeren Pumpwerken der Emschergenossenschaft. Das Wasser wird aus dem abgesunkenen Evinger Bach über Druckrohrleitungen in den Aalbach gefördert.

Das Pumpwerk Evinger Bach ist ein gelungenes Beispiel, wie betrieblich weiterhin genutzte Räume zu einem einzigartigen Begegnungsort für Kunst, Kultur und Technik werden können. Der technische Fortschritt erlaubt es inzwischen, die ehemalige Motorenhalle anderweitig zu nutzen. Hier kann sich der Besucher von der großformatigen Malerei des Künstlers Norbert Tadeusz beeindrucken lassen, im Emscher Almanach von Peter Strege blättern, interaktiv mehr über den Emscher-Umbau und zur Technik erfahren oder auch bei den Emscher- Archivfilmen verweilen.

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Kontakt & Infos

Pumpwerk Dortmund-Evinger Bach
Münsterstraße 272 (Ecke Beethovenstraße)
44145 Dortmund
Öffnungszeiten
Sa 14-18 Uhr
So 12.30-17 Uhr

ÖPNV

Von Dortmund Hbf mit Stadtbahn U41 bis „Fredenbaum“