Schleuse Gelsenkirchen

Schleuse Gelsenkirchen. Foto: RIK / Guntram Walter
Schleuse Gelsenkirchen. Foto: RIK / Guntram Walter

Die Schleuse Gelsenkirchen, unmittelbar an der Einfahrt zum Stadthafen Gelsenkirchen gelegen,  wurde im Zuge des Kanalausbaus in den letzten Jahrzehnten – wie andere Schleusen auch - mehrfach um- und ausgebaut.

Beide Schleusenkammern liegen parallel nebeneinander mit einem gemeinsamen, dazwischen liegenden Steuerstand. Die  Kammern sind 190 mal 12 Meter groß, der Hub beträgt etwas mehr als vier Meter. Im Obertor befindet sich ein Hubsenktor, im Untertor ein Stemmtor.

Das Pumpwerk, das im Dezember 1975 in Betrieb genommen werden konnte, ist mit fünf Pumpen mit einer Leistung von fünf Kubikmeter pro Sekunde ausgestattet. Die Südschleuse wurde im Dezember 1982, die Nordschleuse im November 1985 fertig gestellt.

Bis zu sechs Schiffe pro Stunde in jeder Richtung können die Schleuse passieren. Das Füllen der Schleusenkammern dauert etwa sechs Minuten. Entleert wird "vor Kopf" über je zwei Öffnungen in den beiden Stemmtorflügeln; dieser Vorgang dauert etwa acht Minuten. 

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Kontakt & Infos

Schleuse Gelsenkirchen
RHK km 23,1 – 23,4
An den Schleusen
45881 Gelsenkirchen-Schalke Nord

ÖPNV

Von Gelsenkirchen Hbf mit Bus-Linie CE56 bis "Grimmstr." 

Tipp

Unter dem Titel Monument for a Forgotten Future wurde auf der sogenannten Wilden Insel nördlich des Rhein-Herne-Kanals, an den Schleusen in Gelsenkirchen ein außergewöhnliches Projekt realisiert: Die originalgetreue Kopie einer Bergformation aus dem Nationalpark Joshua Tree bei Los Angeles wurde auf die Wilde Insel gesetzt und fungiert hier als „unnatürliche Naturerscheinung“.

Aus dem künstlich erschaffenen Berg ertönt leise Musik, wenn man sich dem Berg nähert und sich an ihn lehnt, ist die Musik deutlich zu hören: In Zusammenarbeit mit Douglas Gordon hat die Band Mogwai eine Symphonie komponiert, die die Band als „Symphonie aus einer anderen Welt“ bezeichnet und die hier ihre Uraufführung erlebte.

Das Monument for a Forgotten Future ist eine permanente Arbeit und jederzeit frei zugänglich. 2013 wird die Symphonie nach ihrer Winterpause wieder ab Mai zu hören sein.