Bahnhof Zollverein

Bahnhof Zollverein. Foto: RIK / Guntram Walter
Bahnhof Zollverein. Foto: RIK / Guntram Walter

Da Franz Haniel die endgültige Streckenführung der Köln-Mindener Eisenbahn abgewartet hatte, konnte er bereits 1851, vier Jahre nach Eröffnung der Bahnlinie, seine in unmittelbarer Nähe gelegene Zeche Zollverein I/II eröffnen. Als Beleg für die kluge Standortwahl kann das im ersten Geschäftsbericht der Eisenbahngesellschaft zu findende Ersuchen Haniels für das Zechenanschlussgleis gelten. Die Verlängerung der Anschlussbahn zum neuen Standort Zollverein Schacht 3 erfolgte im Vorfeld der dortigen Förderaufnahme im Jahre 1882. Die weitere Strecke zur Zeche Zollverein, heute Trasse des "Zollvereinweges", wurde erst 1935 gebaut. Damit entstand als Verbindung der Zechen Zollverein, Bonifacius, Rheinelbe und Alma eine "Zechenbahnmagistrale" der damaligen Gelsenkirchener Bergbau AG, die später in den Bahn- und Hafenbetrieben der Ruhrkohle AG aufging. Mit Stilllegung der Kokerei Zollverein im Jahre 1993 hatte die Strecke ihre Bedeutung verloren. Sie wurde kurz darauf stillgelegt und zu einem Radweg umgebaut. Die erst 1920 gebaute Verbindungsbahn zum Rhein-Herne-Kanal und weiter zur Zeche Nordstern wurde noch für einige Jahre von Touristischen Zügern bedient, bis auch sie einem Radweg wich. Erhalten blieb nur der Anschluss an den Bahnhof Altenessen, der für eine touristische Nutzung durch den Regionalverband Ruhr ausgebaut wurde. Ausgehend von den Bahnsteigen Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein finden, bisher noch unregelmäßig, Fahrten durch die industrielle Kulturlandschaft des Ruhrgebiets statt. 

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Kontakt & Infos

Bahnhof Zollverein
Gelsenkirchener Straße 181
45309 Essen

ÖPNV

Von Essen Hbf bzw. Gelsenkirchen Hbf mit Straßenbahn 107 bis "Zollverein"