Brückenlandschaft Ruhraue

Brückenlandschaft Ruhraue. Foto: RIK / Guntram Walter
Brückenlandschaft Ruhraue. Foto: RIK / Guntram Walter

Die Ruhr tritt zwischen Mülheim und Duisburg aus dem Mittelgebirge, so dass gerade der Bereich nördlich des Kaiserbergs genutzt werden konnte, den Fluss zu überqueren, weil das Gelände hier noch nicht so versumpft war, wie im eigentlichen Mündungsbereich weiter westlich. So überqueren sowohl Eisenbahnlinien als auch Autobahnen (A40 / A3) die Ruhr in diesem Bereich und geben so ein eindrucksvolles Bild der Brückenbaukunst der letzten 140 Jahre. Die westlichste der Eisenbahn-Brücken ist die viergleisige Brücke auf der Trasse der Rheinischen Bahn, die heute ausschließlich dem Güterverkehr vorbehalten ist. Ihr jetziges Aussehen hat sie - abgesehen von den kriegszerstörte wieder aufgebauten Bögen - seit 1892, als nochmals umgebaut wurde. Die drei Stahlfachwerkbögen der Flutbrücke werden von massiven Vorflutbrücken flankiert. Dabei gibt der nördliche Brückenabschnitt Raum für den vom Hochwasser gefährdeten Auenbereich.

Etwa 600 m weiter östlich überqueren sieben Brücken , unmittelbar nebeneinander liegend,den 1927 erbauten Ruhr-Schifffahrtskanal und den Ruhrdeich. Sie gehören zu den Strecken der Köln-Mindener und der Bergisch-Märkischen Strecke, zu denen sich 1974 noch die S-Bahn-Strecke hinzugesellte.

Nördlich und südlich des Ruhrparks in in Oberhausen-Alstaden überqueren die Strecken der Köln-Mindener - und der Bergisch-Märkischen Eisenbahn die Ruhr auf längeren Fachwerkträgerbrücken, denen jeweils noch gemauerte Flutbrücken auf dem linken Ufer vorgelagert sind. Die nördliche Brücke geht in ihren Ursprüngen auf den Bau der Köln-Mindener Bahn 1847 zurück. Die Fachwerkbrücke auf der Bergisch-Märkischen Strecke Mülheim - Duisburg stammt in ihren Ursprüngen aus dem Jahr 1862 und wurde 1974 im Zuge des S-Bahnbaus verbreitert und renoviert. 

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Kontakt & Infos

Brückenlandschaft Ruhraue
Ruhrdeich
47058 Duisburg-Duissern

ÖPNV

Von Duisburg Hbf mit Bus 944 bis "Werthacker" 

Tipp

An der A 40 sind unbemerkt neue Landschaften entstanden. Im Kreuz Kaiserberg choreografiert der sogenannte Spaghettiknoten einen Raum ungeahnter Komplexität, in dem sich Nutzungen angesiedelt haben, die nicht zum Bild der Autobahn passen: Zoo und Schrebergarten, Ponyhof, Fischfarm und Dorfidylle sammeln sich hier in nachbarschaftlicher Eintracht unter dem sonoren Lärm der Autobahn. Das latente Desinteresse an schwierigen Stadträumen im Umfeld von Verkehrsbauten erzeugt ein scheinbares Vakuum an staatlicher Organisation und Präsenz. Die Menschen vor Ort haben sich durch eine charmante Selbstregulierung mit diesem Raum arrangiert, ihn nutzen und schätzen gelernt. Für B1|A40 entsteht hier der Landschaftspark Kreuz Kaiserberg und lädt zum Ausflug ins Grüne ein. Dazu zählen auch Wanderwege rund um das Autobahnkreuz, die das das Ruhr2010-Projekt "B1|A40" - die Schönheit der grossen Strasse", gebaut hat.