Hauptbahnhof Witten

Hauptbahnhof Witten. Foto: RIK / R. Budde
Hauptbahnhof Witten. Foto: RIK / R. Budde

Wittens Eisenbahngeschichte geht bis ins Jahr 1829 zurück, als die Muttentalbahn gebaut wurde. Überregionale Verbindungen erhielt die Stadt jedoch erst später. Die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft machte sie zu einem ihrer wichtigsten Standorte. Zunächst war sie Station auf der 1848 eröffneten Stammstrecke von Elberfeld über Schwelm und Hagen nach Dortmund. Mit der 1860/62 eröffneten Strecke von Witten über Bochum und Essen nach Duisburg und Oberhausen wurde Witten zum Bahnknotenpunkt. Kurz darauf erhielt Witten mit der Ansiedlung der "Central-Werkstätte" der Bergisch-Märkischen Eisenbahn einen weiteren Wachstumsimpuls.

Das Empfangsgebäude der Station für den am 9. März 1849 aufgenommenen Personenverkehr und der Güterbahnhof lagen dicht zusammen nördlich der heutigen Unterführung der Herbeder Straße. Diese war mit Bahnschranken versehen, denn die Straße wurde nicht nur von der Bahnlinie überquert, sondern auch von einem Anschlussgleis zum Gussstahlwerk und von Bahngleisen, die dem Rangierverkehr des Güterbahnhofs dienten.

Im Dezember 1880 erreichte die noch von der zum 1.1.1880 verstaatlichten Rheinischen Eisenbahngesellschaft geplante Strecke von Langendreer nach Löttringhausen die Stadt Witten. Die neue Station wurde "Witten Ost" genannt. Zur Unterscheidung erhielt der bisherige bergisch-märkische Bahnhof die Bezeichnung "Witten West".

Die schwunghafte wirtschaftliche Entwicklung der Stadt und der hier angesiedelten Unternehmen zeigte in den folgenden Jahren, dass der Standort des Bahnhofs nicht sehr glücklich gewählt war, da es keine Erweiterungsmöglichkeiten gab. Daher wurde der Güterbahnhof um die Jahrhundertwende an die Gasstraße verlagert, die Gleisanlagen angehoben und 1901 ein neuer, großzügig gestalteter Personenbahnhof eröffnet. Architekt des neuen Bahnhofsgebäudes war der Wittener Richard Sauerbruch. Im Zuge dieser Umgestaltung musste die gesamte Straßenplanung in Bahnhofsnähe dem Bahnhof angepasst werden. So wurde die Herbeder Straße tiefer gelegt und mit einer 15 m breiten Unterführung versehen.

1940 wurde der Bahnhof in Witten Hauptbahnhof umbenannt, 1959 der Güterbahnhof zum Bahnhof Witten Ost verlegt. Mit der Einrichtung der 1994 eröffneten S-Bahn auf der Strecke Dortmund-Witten-Hagen ging eine erneute Umgestaltung einher. Der Bahnhof steht, einschließlich der beiden Bahnsteige, unter Denkmalschutz.

Im Bahnhof befinden sich auch die Vereinsräume der Eisenbahnfreunde Witten. Im Museum der ehrenamtlich tätigen Vereinsmitglieder können Besucher regelmäßig unter anderem einen voll funktionsfähigen Ausbildungsfahrstand der E-Lok Baureihe 141 aus den 1950er-Jahren besichtigen. In der Eingangshalle des Hauptbahnhofes ist seit 2017 zudem die vollständig restaurierte Dampflokomotive „Friedrich" ausgestellt - eine Industrielok der Firma Henschel aus dem Jahr 1949, die einst auf der Hasper Hütte im Einsatz war.

In der Saison 2018 starten im Wittener Hauptbahnhof auch Fahrten der RuhrtalBahn nach Hattingen (Linie W) und Wuppertal (Linie V). www.ruhrtalbahn.de

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Kontakt & Infos

Hauptbahnhof Witten
Bergerstraße 35
58452 Witten

Eisenbahnfreunde Witten

Eisenbahnfreunde Witten
Bergerstraße 35
58452 Witten

Tel.: +49 (0) 2302 / 1710 399 (mittwochs von 15-18 Uhr)
www.efwitten.de

Das Vereinsheim öffnet immer am ersten Mittwoch im Monat ab 18.30 Uhr zu Vorträgen rund um das Thema Eisenbahn; das Bahnhofsbüro ist immer mittwochs in der Zeit von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Interessierte Bürger finden zudem samstags von 11 bis 13 Uhr direkte Ansprechpartner. Führungen finden unter anderem zum Tag des offenen Denkmals im Herbst statt. Die genaue Programmvorschau kann auf der Internetseite des Vereins eingesehen werden.

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