Zeche Nachtigall und das Muttental

Modell „Verladeanlage Nachtigall an der Bergisch-Märkischen Eisenbahn“ Foto: LWL

Die Zeche Nachtigall ist einer der acht Standorte des LWL-Industriemuseums und Besucherzentrum des Geoparks Ruhr. Als einziger LWL-Museumsstandort besitzt Nachtigall einen eigenen Gleisanschluss im Bereich des Haltepunktes der Ruhrtalbahn, auf dem auch einige historische Schienenfahrzeuge ausgestellt sind. Dieser Gleisanschluss wurde von der Zeche und ihrem Nachfolgebetrieb, einem Ziegelei- und Steinbruchbetrieb für den Abtransport ihrer Produkte genutzt.
Künftig wird im ehemaligen Steinbruch auf dem Museumsgelände das Thema Ruhrsandstein dargestellt – neben dem Ziegel der wichtigste Baustoff des Ruhrgebiets, aus dem zahlreiche Bahnhofsgebäude und Viadukte der Region errichtet wurden.
Die Dauerausstellung im Fördermaschinenhaus (die Dampffördermaschine wird regelmäßig in Funktion vorgeführt) thematisiert die Transport- und Verkehrsentwicklung im 19. Jahrhundert und beherbergt u.a. ein originalgetreues Modell einer BME-Tenderlok mit G-Wagen an der Verladerampe der Zeche Nachtigall.

Dort, wo sich auch  das historische, heute für Wohnzwecke genutzte Fachwerk-Gebäude des Güterbahnhofs „Bommern“ der ehemaligen Bergisch-Märkischen Eisenbahn befindet, wurde im Zuge der touristischen Revitalisierung der Ruhrtalbahn ein neuer Haltepunkt „Zeche Nachtigall“ eingerichtet. Die etwa auf halbem Wege zwischen den beiden Museen Nachtigall und Theresia liegende Station erfreut sich großer Beliebtheit beim Publikum, das so schon für die Anfahrt zu den beiden Museen und ins Muttental stilgerecht die Bahn nutzen kann.

Das Muttental war der Schauplatz  einer der ersten Eisenbahnen  im Ruhrgebiet, die auf die Initiative Friedrich Harkorts zurückging. 1827 begannen die Verhandlungen um den Bau einer Eisenbahn, die allerdings nicht mit Dampf, sondern durch Pferde angetrieben, 1829 in Betrieb genommen wurde. Die Erinnerung an diese Bahn wird heute auch durch eine Station des Bergbaurundwegs Muttental wachgehalten. Zwei rekonstruierte Kohlenwagen auf einem kurzen Gleisstück und die noch nachzuvollziehende Trasse im Wald geben ein anschauliches Bild dieser frühen Kohlenbahn.

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Kontakt & Infos

LWL-Industriemuseum Zeche Nachtigall
Nachtigallstraße 35
58452 Witten
Telefon: +49 (0) 2302 / 93 66 4-0

Öffnungszeiten und Führungen

Di-So sowie feiertags 10-18 Uhr, letzter Einlass 17.30 Uhr

Führungen für Einzelbesucher durch den Nachtigallstollen:
Apr-Okt: Di-Fr 10.30 Uhr, 12.30 Uhr, 14.30 Uhr & 16.30 Uhr, Sa, So stündlich 10.30-16.30 Uhr
Nov-Mrz: täglich außer montags 10.30 Uhr, 12.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16.30 Uhr

Regelmäßig werden samstags auch die Hauerschicht und die Große Berkwerkstour für jeweils bis zu zwölf Teilnehmer ab zehn Jahren als offene Führungen für Einzelbesucher angeboten.

Sonntags um 14.30 Uhr finden offene Themenführungen zu Bergbau, Geologie, Kleinzechen und Kohlenschifffahrt sowie die Vorführung der historischen Fördermaschine statt. 

ÖPNV

Von Witten Hbf ca. 30 Min. Fußweg (links über Bergerstr., Herbeder Str., Ruhrdeich, Nachtigallbrücke); Von Bochum-Langendreer S-Bf  mit Bus 379 bis „Witten-Bommern Bf”, dann ca. 30 Minuten Fußweg

Muttental

Das Muttental ist jederzeit zugänglich
Informationen zum Muttental Stadtmarketing Witten
Telefon: +49 (0) 2302 /12 233

Bethaus
Muttentalstraße 35
Telefon +49 (0) 2302 / 31 951
Apr-Okt: Di-Fr 10-16 Uhr, So 11-18 Uhr
Nov-Mrz: Sa/So 11-18 Uhr


Gruben- und Feldbahnmuseum Museum
Nachtigallstraße 27-33
58452 Witten
Ostern bis Oktober: jeden 1. So im Monat 11-18 Uhr
www.muttenthalbahn.org

Zechenhaus Herberholz
Muttentalstraße 32
Telefon +49 (0) 2302 / 34 19
Mi, Sa, So, Fei 10-18 Uhr