Ruhrviadukt Herdecke

Ruhrviadukt Herdecke. Foto: RIK / R. Budde
Ruhrviadukt Herdecke. Foto: RIK / R. Budde

Die Eisenbahnbrücke, die Herdecke und Hagen verbindet, wurde von der damaligen Rheinischen Eisenbahn zwischen 1877 und 1878 erbaut. Eingeweiht wurde der Viadukt am 15. Mai 1879 als eine der letzten Strecken der Rheinischen Eisenbahn, die zum 1. Januar 1880 verstaatlicht wurde und in der Preußischen Staatsbahn aufging.   

Der Ruhrviadukt galt zu seiner Zeit als besondere technische Meisterleistung. Mit 313 Meter Länge und zwölf halbkreisförmigen Bögen von je 20 Metern Spannweite überspannt er das Tal und gehörte damit zu der sehr schwierigen und kostspieligen Trassenführung der Rheinischen Eisenbahn von Düsseldorf über Hagen nach Dortmund. Das benutzte Bruchsteinmaterial fand man in reichlicher Menge in der Nähe der Baustelle. Allein 24.400 Kubikmeter Mauerwerk wurden verbaut.

Als am 17. Mai 1943 die Möhnetal-Sperrmauer von englischen Bomben zerstört wurde, ergoss sich eine Flutwelle in das Ruhrtal. Dabei wurde ein Pfeiler des Viadukts unterspült, der zwei Brückenbögen mit in die Tiefe riss. Die Brücke wurde wieder Instand gesetzt, aber gegen Ende des Krieges von einer Sprengung der Wehrmacht abermals stark beschädigt. Davon ist heute allerdings nichts mehr zu sehen. So wirkt das Bauwerk auch heute noch imposant und nötigt dem Besucher den gehörigen Respekt vor der Ingenieurleistung seiner Konstrukteure ab.

Der Viadukt wird heute von den Zügen der Volmetal-Bahn (RB 52) auf der Strecke Dortmund – Hagen – Lüdenscheid befahren. Außerdem finden an einzelnen Sonntagen Fahrten mit dem nostalgischen Schienenbus der RuhrtalBahn (Linie T) auf der Strecke Herdecke – Hagen – Ennepetal Kluterthöhle statt www.ruhrtalbahn.de.

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Kontakt & Infos

Ruhrviadukt Herdecke
Wetterstraße
58313 Herdecke

ÖPNV

Von Wetter (Ruhr) Bf mit Bus 553, 555 bis „Dörken“. Über den Viadukt fährt die RB53 „Volmetalbahn“ von Dortmund nach Hagen

 

Tipp

Der Bahnhof Wetter liegt an der 1848 eröffneten Stammstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn. Das heutige, nicht mehr für Bahnzwecke genutzte Empfangsgebäude wurde 1904/ 05 errichtet und ist äußerlich noch weitgehend im Originalzustand erhalten. Eine Tafel erinnert an die Arbeiter, die hier bei der Niederschlagung des Kapp-Putsches im März 1920 ihr Leben ließen. Das Gebäude wurde von der Stadt Wetter erworben und beherbergt heute die Stadtbücherei sowie einen Gastronomiebetrieb.