Straßenbahnbetriebshof Witten und Gartenstadt Crengeldanz

Straßenbahnbetriebshof Witten. Foto: RIK / R. Budde
Straßenbahnbetriebshof Witten. Foto: RIK / R. Budde

Zur Eröffnung der Straßenbahn-Linie Bommern - Langendreer am 5. Januar 1899, mit der die Straßenbahngeschichte Wittens ihren Anfang nahm, errichtete die Märkische Straßenbahngesellschaft, die unter Beteiligung der Gemeinden Witten, Langendreer, Annen und Bommern gegründet worden war, einen Betriebshof mit einem Kesselhaus, einem Maschinenhaus, einem Kühlturm und nicht zuletzt einer Wagenhalle. In den ersten zehn Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Depot mehrfach umgebaut und erweitert, so 1908 um einen Wasch- und Mannschaftsraum. Die Märkische Straßenbahn erwies sich als wirtschaftlich nicht tragfähig, so dass sie 1912 mit weiteren Straßenbahngesellschaften zur Westfälischen Straßenbahn Gesellschaft mit dem Sitz in Gerthe zusammengeschlossen wurde.

Noch während des Ersten Weltkriegs wurde die Wagenhalle an der Crengeldanzstraße erweitert, 1926 erhielt sie eine neue Fassade. Die Westfälische Straßenbahn GmbH geriet 1931 in Konkurs und wurde ab 1931 von der BOGESTRA verwaltet, bis sie 1938 endgültig von ihr übernommen wurde. 1968 endete der Wageneinsatz vom Wittener Betriebshof aus und die Halle wurde vermietet. Der auf dem Gelände hinter der ehemaligen Straßenbahnwagenhalle 1955 eröffnete Wittener Omnibusbetriebshof ist hingegen auch heute noch in Betrieb. 

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Kontakt & Infos

Betriebshof Witten
Crengeldanzstraße 81b
58455 Witten

ÖPNV

Von Witten oder Bochum Hbf mit Straßenbahn 310, von Bochum-Langendreer S-Bf mit Bus 378 bis "Betriebshof Witten" 

Tipp

Gartenstadt Crengeldanz, Schottstraße/ Detagstraße, Witten.
"Praktische Wohnungsfürsorge zum Wohl unserer Angestellten soll auch in Zukunft unser Bestreben sein." Dies schreibt 1918 der Direktor der Westfälischen Straßenbahn in seinem Rückblick "10 Jahre Westfälische Straßenbahn". Diese Gesellschaft gründete 1913 zusammen mit der Stadt Witten die Gartenstadt Crengeldanz GmbH mit dem Ziel, eine Werkssiedlung zu bauen, welche die Mitarbeiter der Straßenbahn möglichst nahe an ihren Betriebshof heranbringen sollte, um weite Fußwege, besonders bei Früh- und Spätschicht, zu vermeiden. Der mit der Bauleitung beauftragte Architekt Banz des Hochbauamtes der Stadt Witten hat diese Aufgabe mit dem Bau einer Anlage von 38 Gebäuden im bergischen Stil hervorragend gelöst.