Bergbaugedenkstätten auf dem Ostfriedhof

Ostfriedhof. Foto: RIK/ R. Budde
Ostfriedhof. Foto: RIK/ R. Budde

Bei einer Schlagwetterexplosion auf Schacht I der Zeche Kaiserstuhl am 19. August 1893 starben 61 Bergleute. 48 Unglücksopfer wurden auf dem Ostfriedhof bestattet. Das Denkmal aus rotem Sandstein ist antiker Tempelarchitektur nachempfunden. Dahinter stehen Gusstafeln, die auf kleinen Rundsäulen angebracht sind und Namen und Geburtsdatum der verunglückten Bergleute tragen. Nicht weit entfernt erinnert eine weitere Gedenkstätte an die 19 Bergleute, die am 22. Dezember 1897, nur vier Jahre später, auf Schacht II ebenfalls durch eine Schlagwetterexplosion ums Leben kamen. Das Denkmal besteht aus einer aufrecht stehenden Steinplatte (Stele), hinter der die Gräber für die Toten angelegt wurden. Ganz in der Nähe steht ein Gedenkstein für C. W .Tölcke (1817 - 1893), eine führende Persönlichkeit des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV). Der ADAV wurde 1863 von Ferdinand Lassalle gegründet. Er setzte sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Industriearbeiter ein und forderte die Ablösung des Dreiklassenwahlrechts durch das freie, gleiche und direkte Wahlrecht. Die ersten Ortsgruppen in Duisburg, Mülheim und Ruhrort bildeten sich 1864. 

 

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Kontakt & Infos

Ostfriedhof
Robert-Koch-Straße 35 (Haupteingang)
44143 Dortmund (Innenstadt-Ost)
Vom Eingang Robert-Koch-Straße auf dem Hauptweg geradeaus. Nach ca. 200 m liegt links die Gedenkstätte für das Unglück auf Kaiserstuhl I (Abzweig hinter der Hoesch-Grabstätte). Die Gedenkstätte für das Unglück auf Kaiserstuhl II befindet sich am Hauptweg, ca. 100 m hinter der Hoesch-Grabstätte auf der rechten Seite.

ÖPNV

U-Stadtbahn U43 bis "Funkenburg", dann 5 Minuten Fußweg 

Tipp

Eine Übersicht über alle Denkmäler für Grubenunglücke findet sich auf den Seiten der ehemaligen Zeche Minister-Achenbach