Kunstwald Zeche Teutoburgia

Kunstwald Zeche Teutoburgia. Foto: RIK / Guntram Walter
Kunstwald Zeche Teutoburgia. Foto: RIK / Guntram Walter

Siedlung und Zeche Teutoburgia im Nordosten von Herne, nahe an der Stadtgrenze zu Castrop-Rauxel, lassen auch heute noch das typische Ensemble von Kolonie und Arbeitsstätte des Bergbaus erkennen. Wohl ist der größte Teil der ehemaligen Tagesanlagen abgebrochen, aber ein deutsches Fördergerüst von 1907/08 und ein Maschinenhaus markieren noch den Standort der ehemaligen Zeche Teutoburgia. Eingebettet sind sie in einen "Kunstwald", der neben modernen Plastiken auch die Umrisse der abgerissenen Zechenbauten am Boden nachzeichnet. Moderne Kunst ist auch das Thema in der Maschinenhalle, wo der Förderverein Teutoburgia Ausstellungen und Workshops durchführt.

Der Zeche Teutoburgia war weder eine lange noch eine erfolgreiche Betriebszeit beschieden. Wohl waren die Felder bereits kurz nach der Mitte des 19. Jahrhunderts vergeben worden, aber erst 1909 begannen die Teufarbeiten für die Schächte 1 und 2 und nach zwei weiteren Jahre die Förderung. Die in die Zeche gesetzten Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht. Das Grubenfeld war zu klein und gestörte Lagerungsverhältnisse verhinderten einen gewinnträchtigen Abbau der Kohle. Nach einer vierzehnjährigen Betriebszeit wurde die Zeche 1925 stillgelegt und das Grubenfeld von der benachbarten Zeche Erin in Castrop-Rauxel übernommen. In dieser kurzen Zeitspanne ereigneten sich gleich zwei Schlagwetterexplosionen, 1911 und 1912, die jeweils sechs Bergleute das Leben kosteten. 

zurück 90/91 vor

Kontakt & Infos

Kunstwald Zeche Teutoburgia
Schadeburgstraße
44627 Herne-Börnig

ÖPNV

Von Herne Bf mit Bus 311 bis "Schreberstraße"