Landschaftspark Hoheward

Landschaftspark Hoheward. Foto: RIK / Guntram Walter
Landschaftspark Hoheward. Foto: RIK / Guntram Walter

Die Halden Hoheward und Hoppenbruch entstanden als Aufschüttungen des Bergematerials der benachbarten Zechen Ewald/Schlägel & Eisen und General Blumenthal/Haard. Sie bilden heute zusammen mit dem Waldgebiet Emscherbruch zentrale Teilprojekte des Emscher Landschaftsparks.

Die nördlich gelegene Großhalde Hoheward entstand seit den 1980er Jahren durch die Zusammenlegung der Halden Ewald im Westen und Emscherbruch im Osten. Eine ehemals zwischen den beiden Aufschüttungen liegende Kleinsiedlung wurde dafür abgerissen und ein Werksbahngleis übertunnelt. 150 Millionen Tonnen Material wurden aufgeschüttet, verdichtet und zu einer 152 Meter hohen Berglandschaft modelliert. Hoheward ist damit die größte Halde des Ruhrgebiets. Der Aufstieg zur Halde beginnt von Recklinghauser Seite (Zugang Süd) an der Drachenbrücke, die mit Stahlelementen einem chinesischen Drachen gleicht. Diese Brücke verbindet den Stadtteilpark Hochlarmark mit der Halde Hoheward. Über mehrere gut angelegte Wege geht es auf die Haldenspitze wo den Besucher nicht nur eine große Sonnenuhr empfängt, sondern auch ein Horizontobservatorium. Das bis zu 30 km sichtbare Projekt ist besonders zu Zeiten der Sonnenwende interessant, wenn die Sonne direkt an den eigens angebrachten Stahlelementen verläuft. Der Initiativkreis Initiae Horae hat sehr detaillierte Informationen zum Horizontobservatorium zusammengestellt. Diese finden Sie auf der Internetseite des Initiativkreiseswww.horizontalastronomie.de. Dieser bietet nach Vereinbarung Führungen über die Halde zum Obelisken und zum Horizontobservatorium an. Auch die Sternwarte Recklinghausen hat in ihrem Programm Vorträge über die Idee und Funktion der Anlagen. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Sternwarte: www.sternwarte-recklinghausen.de

Dagegen hat die zwischen 1978 und 1992 entstandene Halde Hoppenbruch nur ein Volumen von 34 Millionen Tonnen und eine Höhe von etwa 70 Metern. Bereits 1983 wurde sie der Öffentlichkeit teilweise zugänglich gemacht. Seit 1992 steht sie nicht mehr unter Bergaufsicht und ist frei begehbar. Das Landschaftsbauwerk Hoppenbruch bietet heute eine Reihe von Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten. Durch die mit Schwarzkiefern begrünte Halde winden sich breite Serpentinen hinauf, ideal zum Radfahren, Joggen und für Spaziergänge. Kleine Teiche fügen sich in die neue Landschaft ein. Vom Gipfelpunkt der Halde hat man einen weit reichenden Rundblick über das zentrale Ruhrgebiet. 

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Kontakt & Infos

Besucherzentrum Hoheward

Werner-Heisenberg-Straße 14
45699 Herten
Telefon: +49 (0) 2366 / 18 11 6-0

ÖPNV

Besucherzentrum/Zugang West: Von Wanne-Eickel Hbf bzw. Herten Mitte mit Bus SB 27 bis „Bergwerk Ewald 1/2“

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