Mottbruchhalde - "Halde im Wandel"

Mottbruchhalde. Foto: RIK / Guntram Walter
Mottbruchhalde. Foto: RIK / Guntram Walter

Eine großflächige künstliche Landschaft ist zwischen der B 224, der Autobahn 2 und dem Gladbecker Stadtteil Brauck entstanden: die Mottbruchhalde mit zwei angrenzenden kleineren Halden, u.a. der Moltke Halde. Eigentlich ist die Mottbruchhalde Betriebsgelände, denn die RAG hat die Genehmigung bis zum Jahr 2004 hier ca. 30,4 Millionen Tonnen Bergematerial auf einer Grundfläche von 54 Hektar aufzuschütten. Aber nicht immer verläuft alles nach Plan. Eine verminderte Kohlenförderung zieht zwangsläufig einen geringeren Bergeanteil nach sich. Nur 8 Millionen Tonnen waren aufgeschüttet, als 1989 vorläufig Schluss war.

An der Mottbruchhalde entzündete sich die Frage, wie mit Halden in einem Zwischenstadium umzugehen sei. Lassen sie sich bereits vor Ende des Schüttprozesses in ansehliche, nutzbare Landschaftsgebilde verwandeln? Für die Mottbruchhalde konnte eine Lösung gefunden werden, die ihre Eigenart als Kunstlandschaft nicht überdecken, sondern akzeptieren und künstlerisch überhöhen sollte. Eine vierte Haldengeneration ist damit entstanden. Denn seit die Halde wieder in Betrieb ist, wird nicht einfach aufgeschüttet, sondern es wird künstlerisch geschüttet - nach dem Konzept des Amsterdamer Landschaftsarchitekten Baljon und des Frankfurter Künstlers Schmitz entstehen dabei ganz unterschiedliche Räume und auf der Höhe eine große Mulde, ein Innenraum, wo man mit sich und dem Himmel alleine ist. Hier finden demnächst die Spaziergänger die Ruhe und Abgeschiedenheit um der Frage nachzugehen, was eine Halde und ein Vulkan gemeinsam haben. Denn von diesem "Fremdkörper", den die Natur selbst hervorbringt, haben sich die Künstler anregen lassen.  

Kontakt & Infos

Mottbruchhalde - "Halde im Wandel"
Boystraße
45968 Gladbeck-Brauck

ÖPNV

Vom Bahnhof Gladbeck West mit Bus 253 bis "Zur Antoniusstraße"