Siedlung Teutoburgia

Siedlung Teutoburgia. Foto: RIK / Guntram Walter
Siedlung Teutoburgia. Foto: RIK / Guntram Walter

Ein abwechslungsreiches Straßenbild, gestalterische Vielfalt in der Architektur und viel Grün - so zeigt sich die Siedlung Teutoburgia. Sie entstand zeitgleich mit der gleichnamigen Zeche, die 1911 die Kohlenförderung aufnahm. Der von der Gewerkschaft Teutoburgia beauftragte Architekt Berndt griff die Idee der Gartenstadtbewegung auf. Von der alleeartigen Baarestraße, die ursprünglich auf das Werkstor zulief, führte er die kleinen Wohnstraßen in harmonischen Schleifen ab. Keins der Häuser - vorwiegend sind es Doppel- oder Reihenhäuser - scheint dem anderen zu gleichen. Variationen in der Außengestaltung geben jedem Haus ein individuelles Aussehen. Die einzelne Wohnung ist als Einfamilienhaus aufgefasst, hat einen eigenen Zugang und Garten. Eine Besonderheit innerhalb der Siedlung stellt der nach dem Ersten Weltkrieg gebaute Teutoburgiahof dar, der als Blockbau einen zum Innenhof ausgestalteten Straßenzug umgibt. Im Vergleich mit den früheren Häusern findet man hier vereinfachte und zu größeren Einheiten zusammengefasste Bauformen.

Der funktionale Zusammenhang zwischen Siedlung und Zeche bestand kaum zwei Jahrzehnte. Bereits 1925 wurde das Bergwerk stillgelegt. Die Zeche Erin in Castrop-Rauxel übernahm nicht nur das Grubenfeld, sondern auch einen Teil der Belegschaft. Aber immer noch ist das erhaltene Fördergerüst der Zeche Teutoburgia Wahrzeichen der liebevoll restaurierten Bergmannssiedlung.
 

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Kontakt & Infos

Teutoburgia
Baarestraße / Schadeburgstraße
44627 Herne-Börnig

ÖPNV

Von Dortmund Hbf bzw. Herne Bf mit Regionalbahn RB 43 bis "Herne-Börnig"