Zeche Holland 3/4/6

Zeche Holland 3/4/6. Foto: RIK / R. Budde
Zeche Holland 3/4/6. Foto: RIK / R. Budde

Die ehemalige Schachtanlage Holland 3/4/6 in Wattenscheid hat eine architektonische Besonderheit zu bieten: Das Kauen- und Verwaltungsgebäude von 1921 ist das älteste noch erhaltene Werk der stilprägenden Industriearchitekten Fritz Schupp und Martin Kremmer. Sie gruppierten die Backsteinbauten als dreiflügelige Anlage um einen Hof und gestalteten die Gebäude in der Tradition des Neoklassizismus.

Die Gesamtanlage Holland 3/4/6 stammt aus der zweiten großen Gründungsphase des Bergbaus nach dem Deutsch-Französischen Krieg. 1872 wurde als Ergänzung zur Ende der 1850er Jahre direkt hinter der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen-Ückendorf entstandenen Schachtanlage 1/2 Schacht 3 niedergebracht, der 1880 in Förderung ging. Zwei Jahre später erhielt die neue Zeche eine Kokerei mit der ersten Nebenproduktengewinnungsanlage zur Separation von Ammoniak und Teer in Deutschland. Im Jahr 1900 folgte Schacht 4, kurz darauf der Wetterschacht 5 und in den 1920er Jahren Schacht 6 als neuer Hauptförderschacht. Seit den 1950er Jahren bis zur endgültigen Stilllegung 1983 kam der Schachtanlage eine besondere Bedeutung als zentraler Förderstandort eines Verbundes verschiedener Zechen und Grubenfelder auf Gelsenkirchener und Essener Gebiet zu. Der zwischenzeitliche Name „Holland/Rheinelbe-Alma“ verweist auf diese Situation. Auch das Maschinenhaus von Schacht 6 ist erhalten und wie das Fördergerüst von Schacht 4 restauriert. Das deutsche Strebengerüst mit dem Namenszug „Holland“ stammt ebenfalls aus der Feder von Schupp und Kremmer, stand aber zunächst in Essen auf Schacht Zollverein 4 und gelangte erst Ende der 1950er Jahre nach Wattenscheid. Die anderen Tagesanlagen wurden nach der Betriebsaufgabe Ende der 1980er Jahre abgerissen. Im Verwaltungs- und Kauengebäude befindet sich heute das TGW - Technologie- und Gründerzentrum Wattenscheid.

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Kontakt & Infos

TGW - Technologie- und Gründerzentrum Wattenscheid
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Telefon: +49 (0) 2327 / 3689-0

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