Halde Norddeutschland

Halde Norddeutschland. Foto: RIK / Guntram Walter
Halde Norddeutschland. Foto: RIK / Guntram Walter

Die 81 Hektar große und am höchsten Punkt 102 Meter hohe Halde Norddeutschland ist die ehemalige Berghalde des früheren Bergwerks Niederberg deren Schüttung im März 2001 abgeschlossen wurde. Über 80 Millionen Tonnen Bergematerial, beim Kohleabbau anfallendes nicht kohleführendes Gestein, wurden in den letzten Jahrzehnten zu dieser eindrucksvollen Bergkulisse im ansonsten "platten Land" aufgeschüttet und bilden das Leitprojekt des Landschaftsparks NiederRhein. Seit 2002 ist die Halde aus der Bergaufsicht entlassen und steht jedem jederzeit offen.

In den letzten Jahren wurde auf der Grundlage eines internationalen Wettbewerbs die Halde mit Mitteln des Landes NRW und des RVR für die aktive Freizeit- und Erholungsnutzung entwickelt. Planungsziel des Wettbewerbsiegers, die Planergemeinschaft WES & Partner / OBSERVATORIUM, ist, durch entsprechende Flächengestaltungen und bauliche Maßnahmen die Nutzung der Halde u.a. als Luftsportzentrum, die Nutzung als Veranstaltungsort für Open-Air-Veranstaltungen sowie weitere Freizeitaktivitäten zu verbessern und damit Ausstrahlungskraft weit in die Region zu erzielen. An der Westflanke sind Möglichkeiten für Drachen- und Modellsegelfliegen, Paragliding und Nordic Walking geschaffen worden.

Eine der Landmarken der Halde Norddeutschland ist die 2007 als Kunstwerk errichtete "Himmelstreppe". 359 Stufen überwinden ca. 52 Höhennmeter und führen auf kurzem Weg zum Haldentop. Das Kunstwerk entfaltet speziell in der Dunkelheit seine Anziehungskraft. Die im Handlauf der Treppe angebrachten LED-Leuchten weisen einen direkten Weg nach oben, ziehen magisch an, machen aufmerksam und neugierig. Entstanden ist eine leicht aufgeständerte, beleuchtete Stahltreppe, die auf Stützen gelagert ist und langsam in den Berg wächst. Daher schweben die Treppenteile 1-3 zunächst ca. 60 cm, später ca. 30 cm über den Boden, der oberste Treppenteil, Teil 4, liegt in Konsequenz erst auf und wächst im oberen Drittel dann in den Boden um ca. 60 cm ein. Nach dem ersten Treppenteil (vom Haldenfuß aus gesehen) wird der Nutzer über eine Steganlage durch das vorhandene Feuchtbiotop, einen Schilfgürtel, geführt.

Das als Stahlgerüst errichtete Kunstwerk "Hallenhaus" thront an exponierter Stelle auf der Halde. Das Hallenhaus besteht aus Modulen unterschiedlich geformter Stahlgerüste. Zusammengesetzt und aneinandergereiht ergibt das Hallenhaus die Abmessungen von 15 x 18 m bei einer Firsthöhe von 10 m über Boden Hallenhaus. Zwei Module sind herausgenommen und, ebenfalls im Abstand des Haus-Rasters, in den Vorhof, den sogenannten Thingplatz, platziert worden, quasi als Symbol für die Veränderbarkeit bzw. Ergänzung des Gesamtraumes. Das Stahl-Skelett selbst ruht, der Akropolis in Athen ähnlich, auf einem "Sockel", welcher als klare, umlaufende bauliche Kante angelegt ist und damit eine harte Kante zum Gelände bildet. Das Gelände schließt sich mit einem Höhenunterschied von ca. 40 bis 45 cm an, so dass der Sockel quasi als Sitzstufe genutzt werden kann. 

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Kontakt & Infos

Halde Norddeutschland
Geldernsche Straße
47506 Neukirchen-Vluyn

ÖPNV

Von Moers Bf mit Bus 929 bis "Gewerbegebiet Nord", dann ca. 30 Minuten Fußweg