Knappenhalde

Knappenhalde. Foto: RIK/ R. Budde
Knappenhalde. Foto: RIK/ R. Budde

Die höchste Erhebung im Stadtgebiet Oberhausen ist ein künstlicher Berg, die gut 100 m hohe Knappenhalde. Sie markiert heute das ehemalige industrielle Zentrum der Stadt an der Essener Straße. Ihren Namen teilt sie mit dem benachbarten Knappenviertel, das zwischen 1870 und 1892 gebaut, vorwiegend Arbeiterfamilien der Gutehoffnungshütte (GHH) Wohnraum bot.

Nicht nur Kohle holt der Bergmann aus den Tiefen der Erde. Mit dem Abteufen der Schächte und dem Bau der Gruben fällt jede Menge Gestein an, Berge genannt. Und auch beim Abbau wird nicht nur das Schwarze Gold zu Tage gebracht, sondern auch immer wieder Gestein, das über Tage von der Kohle getrennt wird. In der Frühzeit des Bergbaus hat man diese Berge zu kegelförmigen Halden aufgeschüttet. So verfuhr auch die Zeche Oberhausen, die 1857 in Förderung ging und die Knappenhalde anlegte. Aber auch Hochofenschlacke aus den Hüttenwerken der GHH wurde hier entsorgt. Ursprünglich nicht vorgesehen war Trümmerschutt. Aber als nach dem Zweiten Weltkrieg von 18.000 Wohngebäuden 10.000 zerstört oder schwer beschädigt waren, schaffte man auch die Trümmer auf die Knappenhalde. Heute ist davon nichts mehr zu sehen.

Bereits Mitte der 1950er Jahre unternahm die Hüttenwerke Oberhausen AG erste Versuche zur Begrünung der Halde, 200.000 Weidenschösslinge und 50.000 Jungbäume wurden angepflanzt. Anfang der 1980er Jahre wurde das Werk fortgesetzt, das Gelände durch Wege erschlossen, ein Aussichtsturm auf dem Gipfel errichtet. Wer heute die Halde zu einem Spaziergang nutzt, kann 21 Kunstobjekte entdecken, die sich mit dem geschichtlichen Kontext und der Pflanzen- und Tierwelt der Halde auseinandersetzen.  

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Kontakt & Infos

Knappenhalde
Knappenstraße
46047 Oberhausen

ÖPNV

Von Oberhausen Hbf mit Bus 185, 958 bis "Zeche Oberhausen" 

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