Siedlung Carl Funke

Siedlung Carl Funke, Foto: RIK / Guntram Walter
Siedlung Carl Funke, Foto: RIK / Guntram Walter

Als die Rheinische Anthrazit Kohlenwerke AG in den 1890er Jahren den seit 1906 nach Carl Funke benannten saigeren Schacht abteufte, zeichnete sich bereits ab, dass man für die Belegschaft eine Siedlung anlegen musste. Denn Wohnraum für weitere Zuwanderer war in Heisingen knapp. Also ließ die Gesellschaft zwischen 1900 und 1901 entlang der Straße zur Zeche eine Kolonie errichten. Während oberhalb der Straße an einem steilen Hang größere Wohnblöcke mit relativ großen, dahinter liegenden Gärten angelegt wurden, baute man auf der anderen Straßenseite kleinere Vierfamilienhäuser.

Manche Häuser sind im so genannten Heimatstil gebaut, mit Fachwerk im Drempel- und Giebelbereich. Die oft aus ländlichen Gegenden Zugezogenen sollten sich heimisch fühlen und vor Ort sesshaft werden. Andere Häuser zeichnen sich in ihrer Gestaltung durch den lebhaften Wechsel zwischen verputzten Wandflächen und rahmenden Ziegelbändern aus. Beide Typen sind charakteristisch für den Werkswohnungsbau der Zeit.

Nur mit knapper Not entging die Siedlung dem Abriss. Noch gerade rechtzeitig wurde sie unter Denkmalschutz gestellt und konnte so erhalten bleiben. 

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Kontakt & Infos

Siedlung Carl Funke
Carl-Funke-Straße
45259 Essen-Heisingen

ÖPNV

Von Essen Hbf mit Bus 146 bis "Heisingen Baldeneysee 

Tipps

Naturdenkmal "Geologische Wand Kampmannsbrücke" in Essen-Heisinger.
Hier befinden sich im Aufschluß 3 Texttafeln mit Hinweisen zur Geologie und Entstehungsgeschichte der Kohle. Daneben gibt es zwei Stolleneingänge, einer zusätzlich mit Schienen, 2 Kipploren sowie einer kleinen Kippanlage.

Lehrpfad zur Wasserwirtschaft und Fischerei am Baldeneysee
Ein Lehrpfad ist es weniger, eher ein "Lehrgarten", direkt hinter der Geschäftsstelle des Fischerei-Vereins Essen e.V. in Heisingen befindet sich auf einer Rasenfläche in Ruhrnähe eine Freiland-Ausstellung mit 14 Tafelständern des Ruhrverbandes. Es werden Themen wie "Wasser als Lebensmittel", "Geschichte des Ruhrverbandes", "Talsperren des Ruhrverbandes", "Wasser und Erholung", "Kläranlagen" und anderes mehr behandelt. Breiten Raum nehmen die Informationen über das Fischereiwesen an der Ruhr ein. Neben den Infotafeln hat der Ruhrverband als Anschauungsmaterial einige ältere Maschinen und Maschinenteile wie eine Diaphragmenpumpe aus dem Jahr 1927 oder eine Schneckenkanalradpumpe für Abwässer auf dem Gelände ausgestellt.

Bergbau- und Heimatmuseum Paulushof, Semmering 18, Essen-Heisingen. Der Bergbau an der Ruhr im Bereich des Stadtteils Heisingen wird mit Dokumenten, Bildern und Exponaten dargestellt.
Öffnungszeiten: Mi 15.00-17.00 Uhr, So 11.00-12.00 Uhr
Kostenlose Gruppenführungen nach Vereinbarung
Fon 02 01| 8 46 60