Steag-Zentrale

Steag-Zentrale. Foto: RIK / R. Budde
Steag-Zentrale. Foto: RIK / R. Budde

Der ehemalige Unter- nehmenssitz der Steag AG wurde in den Jahren 1956-60 durch den Architekten Egon Eiermann (1904 - 1970) für die Essener Steinkohlen- bergwerke AG errichtet und besteht aus dem Haupt- gebäude für die Zechen- verwaltung und einem Flügel für die Verkaufsgesellschaften mit separatem Zugang. Aus den Formen Rechteck und Quadrat entwarf Eiermann eine Anlage aus zwei rechtwinklig zueinander stehenden Kuben. Das Gebäude ist eine Stahlbetonkonstruktion, die Fassaden sind mit mattschwarzen Steinzeugplatten verkleidet, die bündig sitzenden Fenster sind weiß abgesetzt. Es ergibt sich ein klares Raster durch die Fensterreihung. Anfang der 1990er Jahre wurde das Gebäude nach Plänen des Essener Architekturbüros Kohl & Kohl geringfügig verändert und erweitert. Auf dem Rasen vor dem Gebäude steht die vier Meter hohe Skulptur "Dynamik" des rumänischen Künstlers Ladis Schwartz.

Das Verwaltungsgebäude ist einer der bedeutendsten Bauten Eiermanns, der zu den wichtigsten Vertretern des Internationalen Stils in Deutschland zählte. Eiermann stand in der Tradition des Bauhauses, namentlich Mies van der Rohes. Werke wie die Berliner Gedächtniskirche und das Essener Verwaltungsgebäude belegen die ungebrochene Kontinuität seines Architekturstils und sind maßgeblicher Bestandteil der wichtigsten Strömung innerhalb der baukünstlerischen Entwicklung seit 1945.

Das Gebäude dient heute als Sitz der 2007 gegründeten RAG-Stiftung, die den sozialverträglichen Anpassungsprozess des deutschen Steinkohlenbergbaus steuert. Die Stiftung ist Eigentümer des Bergbauunternehmens RAG und Gesellschafter des Industriekonzerns Evonik Industries AG. 

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Kontakt & Infos

RAG-Stiftung
Rüttenscheider Str. 1-3
45128 Essen

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Vom Hauptbahnhof Essen 10 Minuten Fußweg oder mit Stadtbahn U11, Straßenbahn 101 oder 107 bis "Philharmonie"