Zeche Helene

Zeche Helene. Foto: RIK / Guntram Walter
Zeche Helene. Foto: RIK / Guntram Walter

Ein Verwaltungs- und Kauengebäude erinnert heute noch an die Schachtanlage Helene-Bertha, die ab 1870 im östlichen Feldteil der Zeche Vereinigte Helene-Amalie abgeteuft wurde und drei Jahre später in Förderung ging. Wie die Gründungsanlage war sie mit einer Kokerei ausgestattet, 1898 - 1900 kam der Wetterschacht Bertha hinzu. Die von Anfang an bestehende Verbindung zur Eisen- und Hüttenindustrie wurde in den 1920er Jahren gefestigt, als die Zeche den Krupp-Werken angeschlossen wurde. Nach Zusammenschlüssen mit anderen Zechen erhielt sie den Namen Sälzer-Amalie/Neuack. Auffallend sind die Namen der Schächte: Amalie, Marie und Barbara in Altendorf, Helene und Bertha in Altenessen. Damen aus dem Hause Krupp standen hier mit ihren Vornamen Pate.

Das Verwaltungs- und Kauengebäude entwarf 1927 der bedeutende rheinische Architekt Edmund Körner. Bereits 1915 hatte er für die Schachtanlage in Altendorf ein Verwaltungsgebäude errichtet, das aber nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg in stark veränderter Form wieder aufgebaut wurde. Dominierender Bauteil des Backsteingebäudes in der Twentmannstraße ist die hochaufragende Lohnhalle mit der Inschrift "Helene 1927" aus gelben Ziegeln. Links und rechts sind zwei unterschiedliche Flügel angefügt (Kaue, Büros, Markenkontrolle), so dass ein asymmetrischer Gesamteindruck entsteht. Körner hat sich einerseits an der traditionellen Form des Bautyps Verwaltung mit Kaue orientiert, andererseits hat er die Formensprache der klassischen Moderne gewählt. ls IBA-Projekt wird das Gebäude als Sport- und Gesundheitszentrum (mit Gastronomie) genutzt. 

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Kontakt & Infos

Zeche Helene
Twentmannstraße 125
45326 Essen-Altenessen

ÖPNV

Von Essen Altenessen Bf mit Bus 140 bis "Helenenpark"