Hoesch Gasometer

Hoesch Gasometer. Foto: RIK / Guntram Walter
Hoesch Gasometer.Foto: RIK / Guntram Walter

Weithin sichtbar steht an der Nortkirchenstraße der Gasometer des Hochofen- werkes Phoenix, ehemals über Hoesch im Besitz von ThyssenKrupp Stahl AG. Derartige Gasbehälter werden genutzt, um Kokerei- und Hochofengase aufzu- nehmen und die Schwankun- gen zwischen Gasproduktion und -verbrauch zu regulieren. Außerdem wird beim Sammeln des Gases im Gasometer eine bessere Durch- mischung für einen gleichmäßigeren Brennwert erreicht. Einerseits können die Anlagen dieser Werke selbst - also etwa Winderhitzer und Ofenbatterien - mit den Gasen befeuert werden. Andererseits wird auch in die öffentliche Gasversorgung eingespeist. 120.000 m³ Fassungsvermögen besitzt der 76,5 m hohe Hörder Gasometer. Sein Durchmesser beträgt 48 m. In einem vieleckigen Blechmantel liegt eine Deckenscheibe auf dem Gasraum auf. Die Deckenscheibe nimmt je nach Gasmenge eine unterschiedliche Höhe ein. Die "schwebende" Scheibe schließt zu den Blechwänden durch einen ständig an den Wänden herabrinnenden Öl- oder Fettfilm hennetisch ab. Mit Hilfe eines Innenaufzuges kann die Scheibe zu Wartungszwecken erreicht werden.

Als der hütteneigene Kokereibetrieb stillgelegt wurde, entstand 1964/66 ein Gasverbund zwischen Phoenix und der Kokerei Hansa.

Das Hochofenwerk Phoenix wurde 1998/99 endgültig stillgelegt. Das ehemalige Werksgelände wurde im Mai 2001 durch die LEG / Grund- stücksfonds des Landes Nordrhein-Westfalen von der ThyssenKrupp Stahl AG erworben. Die Flächen sollen als Technologie- und Dienst- leistungsstandort PHOENIX West für Zukunftstechnologien und kultur- und freizeitwirtschaftliche Nutzungen entwickelt werden. Projektträger ist die heutige NRW.URBAN GmbH & Co. KG. Im Rahmen einer Ent- wicklungswerkstatt wurden ein Standortprofil und ein städtebauliches Konzept erarbeitet. Es sieht die Erhaltung wesentlicher Bauwerke - einschließlich Teile der Hochofenanlage - vor und integriert diese in den Rahmenplan. Im März 2002 wurden die denkmalwerten baulichen Anlagen in die Denkmalliste der Stadt Dortmund eingetragen. Hierzu gehört auch der Hoesch Gasometer. So besteht eine reelle Chance, dass der Gasometer und die Hochöfen als wichtige Landmarken Dortmunds weiter von ehemaliger Größe künden. 

zurück 14/33 vor

Kontakt & Infos

Hoesch Gasometer
Konrad-Adenauer-Allee
44263 Dortmund

ÖPNV

Vom Bahnhof "Dortmund-Hörde" mit Bus 440 bis "Pferdebachtal"