Phenolchemie

Phenolchemie. Foto: RIK / R. Budde
Phenolchemie. Foto: RIK / R. Budde

Nach dem zweiten Weltkrieg gewinnt die Produktion von Phenolharzen in der chemischen Industrie eine immer größere Bedeutung. Deshalb beschließen die Rütgerswerke AG und die Bergwerksgesellschaft Hibernia AG am 9. Mai 1952 den gemeinsamen Bau einer Synthesephenolanlage auf Erdölbasis. Die Harpener Bergbau AG und die Scholven Chemie AG stoßen bald zu der neuen Unternehmung. An dem gleichen Standort, einem 18 ha großen Gelände in Gladbeck-Zweckel, betrieb zuvor die IG Farben eine Ethylenoxidanlage. Produziert wird nach dem neuen Cumol-Verfahren, das 1944 von Professor Hock entwickelt wurde.

Der Rohstoff Cumol, der aus Benzol und Propylen in Marl bei Evonic Degussa und in Gelsenkirchen-Scholven bei der Ruhr Oel AG erzeugt wird, kommt über Pipelines nach Gladbeck.

Heute ist die Phenolchemie der weltgrößte Hersteller von Phenol und Aceton. Diese Produkte sind Basis für eine Vielzahl von Folge- und Endprodukten: diverse Kunststoffe und -harze, Dämmstoffe, CDs, Billardkugeln, Aspirin sowie die Beschichtungen von Dosen und Kronkorken enthalten diese Stoffe.

Anfang 1998 stellte die Firmenleitung eine Umwelterklärung vor, nachdem das Gladbecker Werk das Zertifikat nach der Öko-Audit-Verordnung der Europäischen Union erhalten hat. 

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Kontakt & Infos

INEOS Phenol GmbH & Co. KG
Dechenstraße 3
45966 Gladbeck

ÖPNV

Von Gelsenkirchen Hbf mit. Bus CE 56 bis Gladbeck Oberhof, dann mit Bus 257 bis "Dechenstraße"