Rütgers

Rütgers. Foto: RIK / R. Budde
Rütgers. Foto: RIK / R. Budde

1849 gründet der 19jährige Julius Rütgers in Essen ein Unternehmen zur Imprägnierung von Eisenbahnschwellen, aus dem die Rütgerswerke hervorgehen. Rütgers nutzt das Nebenprodukt Steinkohlenteer aus den städtischen Gasanstalten als Imprägniermittel. Auch in Rauxel (bzw. der damaligen Gemeinde Bladenhorst) wird 1897 eine Imprägnieranstalt mit Teerdestillation gebaut.

Unter Beteiligung von neun Bergwerksgesellschaften aus dem Revier wird 1905 die Gesellschaft für Teerverwertung mbH (GfT) mit Sitz in Duisburg-Meiderich gegründet. Die GfT nimmt 1913 den heutigen Werkteil Nord in Rauxel in Betrieb. Mit dem völligen Niederbrennen der Naphthalin- und Anthracen-Anlagen im Jahre 1922 begann eine Phase des Ausbaus und der Modernisierung, die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges reichte. Nach mehreren Luftangriffen kam der Betrieb im März 1945 zum Erliegen.

1964 wurden die Produktionsstätten der Teerraffinerie und der GfT in Castrop-Rauxel unter Einbeziehung der Pechkokerei zum Werk der Rütgerswerke AG (Rütag). Das Werk wurde über Jahrzehnte hinweg kontinuierlich erweitert und modernisiert. Seit 1996 ist Castrop-Rauxel der Hauptsitz der RÜTGERS-Gruppe. Hier werden heute im Geschäftsfeld Basic Aromatics die Produkte Peche, Naphtalin und Aromatische Öle hergestellt. Aus dem Geschäftsfeld Downstream Activities ist der Bereich Aromatic Chemicals in Castrop-Rauxel ansässig, der im Rohstoffverbund auf die Produkte aus der Primärdestillation zurückgreift und Phenole und andere Derivate produziert. RÜTGERS betreibt hier die weltweit größte Raffinerie für Steinkohlenteer mit einer jährlichen Verarbeitungskapazität von 500 Kt Steinkohlenteer, 150 Kt Petro-Teer und 100 Kt weiteren Rohstoffen. 

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Kontakt & Infos

RÜTGERS Germany GmbH
Kekúlestraße 30
44579 Castrop-Rauxel
Telefon: +49 (0) 2305 / 705-0

ÖPNV

RegionalExpress RE3, S-Bahn S2 bis "Castrop Rauxel Hbf"