Sachtleben Chemie

Sachtleben Chemie. Foto: RIK / Guntram Walter
Sachtleben Chemie. Foto: RIK / Guntram Walter

Die Sachtleben Chemie geht auf die 1878 gegründete Lithopone- und Permanentweißfabrik Schöningen AG zurück. Fünf Jahre später wird der Chemiker Dr. Rudolf Sachtleben (1856-1917) Teilhaber. Er ersetzt die giftige Bleiweißfarbe durch Lithopone, den ersten beständigen Weißfarben-Grundstoff. Um Standortvorteile, wie bessere Transportwege, Energie- und Wasserversorgung zu nutzen, wird die Sachtleben & Co. Lithopone 1892 nach (Homberg-)Essenberg an den Rhein verlegt.

Mit einem Joint Venture der amerikanischen Firma DuPont de Nemours wurde 1962 die Titandioxid-Produktion in Homberg aufgenommen. Die Produkte der "Weißexperten" finden in Wandfarben, Lacken, Zahnpasta, Kosmetika, Kunststoffen und Folien, Lebens- und Arzneimitteln, Baumaterialien, Kunstfasern und Papier Verwendung. Seit 1973 engagiert sich Sachtleben im zukunftsträchtigen Wasserchemiesegment. Die Produkte dienen der Reinigung von Trinkwasser und Schwimmbecken. Besonders stolz ist das Werk auf die 1989 in Betrieb genommene erste Dünnsäure-Rückgewinnungsanlage Europas, durch deren Einsatz die bei der Produktion von Weißpigmenten anfallende Chemikalie nicht mehr in der Nordsee verklappt werden muss. Die Titandioxid-Kapazitäten wurden in mehreren Ausbaustufen erweitert.

2004 erzielten 1200 Mitarbeiter einen Umsatz von 340 Mio. €. Seit diesem Jahr gehört die Sachtleben GmbH zur amerikanischen Rockwood Holdings, einem weltweit tätigen Unternehmen der Spezialchemie. 

zurück 5/33 vor

Kontakt & Infos

Sachtleben Chemie GmbH
Dr.-Rudolph-Sachtleben-Str. 4
47198 Duisburg-Homberg

ÖPNV

Von Duisburg Hbf mit Bus 926 bis "Sachtleben"